Plattform: PS3
Dieses Haustier wird nicht nur Kinder begeistern, sondern auch Eltern: Es ist garantiert stubenrein, zerkratzt keine Tapeten und braucht keinen Auslauf.
Das Eye Pet ist ein virtuelles Tier, exklusiv für die PS3. Aber dank Eye-Kamera fühlt es sich unglaublich lebensecht an.
games4family-Altersempfehlung: ab 6
Das Game nimmt einen Trend der Zukunft voraus: „Augmented Reality“, die Verschmelzung von virtueller Spielewelt und realer Umwelt. Durch die Eye-Kamera wird der Spieler als Teil des Spiels integriert und kann dort selbst ins Spielgeschehen eingreifen. Die Kamera wird einfach an die PS3 angeschlossen und etwa 60 Zentimeter über dem Boden vor dem Fernseher platziert. Was die Kamera sieht, wird auf den Bildschirm übertragen.
So sieht man zu Beginn erstmal sich und das eigene Wohnzimmer im TV. Das klingt wenig spektakulär und nicht gerade nach abendfüllendem Entertainment. Doch nun folgt der Clou: das Eye Pet, seine Spielsachen und weiteres Zubehör werden nun ebenfalls in das Bild hinein projeziert, so dass es zu einer Interaktion zwischen echten Menschen und künstlichem Haustier kommt. Das Ergebnis wirkt so real, dass es nicht nur kleine Spieler fasziniert...
Seinen Charme verdankt der Titel zum einen dieser innovativen Idee, zum anderen aber der gelungenen Optik des Eye Pets. Dieses erinnert an die bekannten Monchichi-Stofftiere. Spieler stehen nun vor der Aufgabe, den äffchenartigen Spielkameraden großzuziehen. Eine Idee, die man von Tamagotchis noch gut kennt. Allerdings bietet das Eye Pet dank Nextgen-Konsolentechnik eine verblüffend realistische Haustier-Simulation, gegen die ein klassisches Tamagotchi so unaufregend simpel wirkt wie ein Taschenrechner...
PERFEKTE ILLUSION
Das Eye Pet ist so perfekt gezeichnet und animiert wie die Figuren eines zeitgemäßen Kino-Animationsfilms. Es reagiert verblüffend lebensecht auf sein Herrchen oder Frauchen. So beobachtet es neugierig, wenn man mit dem Fuß wippt. Nimmt man ein reales Stofftier zur Hand und lässt dieses hochspringen, ahmt das Eye Pet dies nach. Bewegt man die Finger über den Wohnzimmerteppich, krabbelt das Eye Toy auf allen Vieren hinterher, usw... Der Fantasie und dem Spieltrieb sind keine Grenzen gesetzt.
Fest steht: Dank seiner niedlichen Laute, der Stofftier-Optik und seinen großen Knuddelaugen wird jeder das Eye Pet schnell ins Herz schließen.
Damit das Eye Pet zu Beginn aus dem Ei schlüpft, muss man erstmal Bruthilfe geben. Es wären und an die Schale klopfen. Bald reckt der Kleine sein Köpfchen aus der Schale. Das Kind braucht natürlich erstmal einen Namen. Und gleich danach alles, was auch ein menschliches Baby braucht: Liebe, Aufmerksamkeit, Pflege.
Mit den Händen kann man das Eye Pet sogar streicheln, was ihm wohlige Laute entlockt und dazu bringt, sich auf dem Boden zu räkeln. In der Wirklichkeit sieht das natürlich so aus, als würde man einfach die Finger in der Luft bewegen, doch auf dem Fernsehschirm wirkt es, als würde man das Eye Pet berühren. Dass das ganze nur eine Illusion ist, werden nicht nur Kinder, sondern auch erwachsene Mitspieler schnell vergessen und ganz in die Welt des neuen vierbeinigen Gefährten eintauchen.
Zum Lieferumfang gehört auch eine sogenannte "Zauberkarte", die flach und ein wenig kleiner ist als eine PS3-Spielverpackung. Diese erweist sich als äußerst vielseitig, denn hält man sie vor die Kamera, verwandelt sie sich je nach Situation in das passende Objekt - mal in ein Trampolin, dann in einen Duschkopf, einen Seifenspender, eine Kekstüte, einen Föhn usw...
Bewegt ein Spieler mit seiner Hand die Zauberkarte, bewegt sich auch der von ihr auf dem Bildschirm aktuell dargestellte Gegenstand. Und dieses Objekt kann dann mit dem pelzigen Haustier interagieren - beispielsweise, indem man den kleinen Freund mit Keksen füttert oder mit Duschgel einseift...
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Täglich neue Aufgaben und Mini-Spiele sorgen für Abwechslung. So bekommt man für das Eye Pet immer wieder neue Spielsachen (vom Trampolin über ein Seifenblasen-Äffchen bis zum ferngesteuerten Auto), sondern auch neue Kleidung. Außerdem ist der kleine Spößling sehr neu- und wissbegierig. Er hält seine "Eltern" immer auf Trab und signalisiert deutlich, was er sich gerade wünscht.
Malt man beispielsweise ein Bild auf ein Din A4-Blatt, lernt das Eye Pet, diese Vorlage abzuzeichnen. Allerdings braucht er dazu, wie ein real lernendes Wesen, erstmal seine Übungszeit, bis er zum Meistermaler wird. Sogar Singen kann man ihm beibringen. Erst ahmt er nur kurze Töne nach, später trällert er das Lieblingslied seines Besitzers nach!
HABEN SPIELFIGUREN EINEN SPIELTRIEB?
Minispiele helfen nicht nur dem Eye Pet gegen Langeweile, sondern auch den Besitzern. So gilt es, mit dem ferngesteuerten Auto Luftballons zum Platzen zu bringen oder eine Rennstrecke vor Ablauf der Zeit zu absolvieren. Oder das Eye Pet soll Kekse aportieren oder hat Spaß daran als lebendige Bowlingkugel möglichst viele Kegel umzuwerden...
FAZIT:
Tolle Grafik, innovative Idee, Bestnote in allen Kategorien. Damit ein Anwärter auf den games4family-Award 2009, der Ende des Jahres gekürt wird.
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