Alterskennzeichnung nun auch für Apps

Die deutsche USK und internationale Partner wollen Eltern auch bei Apps für Kinder und Jugendliche eine Orientierungshilfe geben.

Die deutsche USK und internationale Partner wollen Eltern auch bei Apps für Kinder und Jugendliche eine Orientierungshilfe geben. (Foto: IARC/USK)

Aus Sicht von Jugendschützern war dieser Schritt längst überfällig: Online-Spiele und Apps werden mit einem Mindestalter kenntlich gemacht.

Bis dato war die USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle) lediglich zuständig für die Altershinweise auf den Verpackungen klassischer Video- und PC-Spiele. Das USK-Logo dient als Orientierungshilfe für Eltern und andere, die Kindern oder Jugendlichen Games zugänglich machen.

Auf den ersten Blick ist so erkennbar, welches Alter Spieler mindestens haben sollten – 0 steht für keine Alterseinschränkung, andere Spiele sind ab 6, 12, 16 oder 18 Jahren freigebeben.

Spiele und Apps für Smartphones und Tablets dagegen waren bisher nicht mit einer Mindesaltersangabe versehen. Das sich dies nun ändert, ist einer gemeinsamen internationalen Vereinigung zu verdanken, die eigens für dieses Ziel gegründet wurde. Vertreten sind unter anderem die deutsche USK, die europäische Institution PEGI und ESRB (zuständig für Altersfreigaben für Nordamerika).

Das neue Gremium heißt IARC. Die Abkürzung steht für „International Age Rating Coalition“. Als erste Plattformen haben bereits Google Play Store und der Firefox Marketplace diese Idee umgesetzt. Andere Anbieter von Spielen und Apps wie Nintendos eShop, der PlayStation Store oder Microsofts Xbox Live sollen folgen.

„Der Markt wächst explosionsartig.“

Felix Falk, Geschäftsführer der USK und stellvertretender IARC-Vorsitzender, erklärt: „Der Markt für Online-Spiele und Apps wächst explosionsartig und erst mit IARC wird nun ermöglicht, dass Jugendschutz trotz der vielen regionalen Unterschiede auch auf globaler Ebene in diesem Markt funktioniert. Google und Mozilla haben die Vorteile des IARC-Systems erkannt und wir freuen uns, dass sie Teil dieser wegweisenden Initiative sind.“

Auch Manuela Schwesig, die deutsche Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, freut sich über die die Initiative: „Mit IARC berücksichtigt ein internationales System zur Alterseinstufung von Apps auch deutsche Standards: Die Mitwirkung der USK ermöglicht es, dass der Jugendschutz bei Spielen auf DVDs und in den App-Stores nach vergleichbaren Prinzipien funktioniert. Eltern haben so die Chance, auch auf den Smartphones und Tablets für ihre Kinder Spiele und Apps anhand der bekannten Altersstufen auszuwählen.“

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