Baby-Blog: Die ersten Monate aus Papa-Sicht

games4family Babyblog - die Babyzeit aus Papa-Sicht

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Hier lesen Sie die großen und kleinen Abenteuer der Baby-Zeit – aus Papa-Sicht. Unterhaltsame Geschichten, die das echte Leben schreibt – voller Action, Spannung, Drama, Freudentränen und Liebe.

Da es sich um das Archiv des Baby-Blogs handelt, ist die Chronologie umgedreht. Wer also erfahren will, wie alles begann, solltes von unten nach oben lesen…
Wer stattdessen wissen will, wie es weiterging, findet hier den Kleinkind-Blog aus Papa-Sicht

Dienstag, 27. Dezember 2011
Bauklötzchen from Hell
Wir haben die Büchse der Pandora geöffnet. Genauer genommen eine Trommel mit Holzklötzchen in diversen Farben, Formen und Größen. Seitdem ist Aufräumen nicht mehr das selbe. Um noch ein Sagenmotiv zu bemühen: eine Syssyphos-Aufgabe.

Dienstag, 27. Dezember 2011
Die großen Rästsel der Elternschaft, Teil 1: Playmobil und die Geschlechterrollen
Interessante Frage: Wie unterscheidet man bei gebrauchten Playmobil-Spielsachen ein Damen-Kopftuch von einem Piraten-Kopftuch?

Mittwoch, 21. Dezember 2011
Handys für Eltern
Mag sein, dass brandneue Multitouch-Smartphones mit allen technischen Finessen von Designern entwickelt wurden, die wissen, was sich Digital Natives und andere Technik-Freaks wünschen. Aber diese Designer sind sicher keine Eltern.
Anders kann ich mir nicht erklären, warum diese Geräte den Entdecker-Drang unseres kleinen Forschers nicht überstehen.

Vertrauen Sie mir: Sie brauchen kein neues Handy, dass ins Internet kann, Videos und Fotos machen und mit ihnen redet.
Sie brauchen ein Handy, das Speichel-, Stoß- und Wurf-Attacken von Einjährigen übersteht. Daher ist die erste Wahl: uralte Handys, die mega-peinlich aussehen, dafür aber unkapputbar sind. Egal ob ein Panzer drüber fährt oder ob es ein Einjähriger in die Finger bekommt. Mag sogar sein, dass neue Smartphones Panzer überstehen – aber sicher keine forsch forschenden Kinderhände.

Mittwoch, 21. Dezember 2011
Geschenke für Einjährige
Mit einem Jahr ist es Kindern noch egal, was sie geschenkt bekommen, denn alles was neu ist, ist interessant und spannend. Bei uns ist meistens sogar die Verpackung interessanter als das Geschenk. Kein Wunder, ein großer Pappkarton ist schließlich ein Haus, ein Auto, ein Raumschiff, ein Zug… und vieles mehr.

Ich sehe das gern. Denn ich fürchte, die Phase, in der Kinder im Vergleich mit ihren Freunden auch immer das neueste Markenprodukt und Designerklamotten haben wollen, kommt früher als einem lieb ist.

Mittwoch, 14. Dezember 2011
Sein erstes Auto
Dennis bekommt zu Weihnachten sein erstes Auto. Es hat knapp 500 PS und ist knallrot wie ein Ferrari. 500 Fantasie-PS natürlich, denn es handelt sich um ein Bobby Car. Meine Wahl fiel auf das ältere Design. Nicht etwa weil es günstiger war (das war es auch), sondern weil ein Helm dabei war. Als ich mit dem eingepackten Geschenk zu meinem (etwas größeren und fahrtüchtigen) Auto marschierte, war ich so aufgeregt, als wäre ich selbst noch ein Kind. Noch zehn Tage, dann ist endlich Weihnachten…

Montag, 31. Oktober 2011
Ein kleiner Schritt für die Menschheit…
… aber ein großer für Dennis und seine Eltern: Einen Monat nach seinem ersten Geburtstag hat unser kleiner Mann die Bretter betreten, die die Welt bedeuten: nämlich das Wohnzimmerparkett, wo er seitdem bisweilen auf zwei Beinen ganz im Leben steht und kleine Schritte in eine große Zukunft macht.
Für Eltern ist dies so weltbewegend wie es für die NASA seinerzeit der erste Mann auf dem Mond war.

Montag, 5. September 2011
Auf dem Spielplatz, Teil 2
Man liest und hört ja immer wieder von Eltern, denen die Karriere ihrer Kids nicht schnell genug gehen kann. Die Ärmsten werden vermutlich noch vor der Kindergartenanmeldung bei einer Misswahl oder Deutschland sucht den Superstar angemeldet. Eine Vertreterin dieser Spezies habe ich wohl gestern auf dem Spielplatz eines Biergartens gehört. Sie sagte zu ihrem Jungen: „Lauf schneller, lauf schneller!“ Und seufzte, als ein anderer Junge das gewünschte Spielpferd zuerst erreichte: „So wirst du nie der erste bei irgendwas in deinem Leben“…

Montag, 5. September 2011
Auf dem Spielplatz, Teil 1
Noch kann unser kleiner Entdecker auf dem Spielplatz wenig tun, als mit Sand zu werfen. Ich strahlte ihn trotzdem stolz an und sagte: „Das wird alles mal dir gehören, mein Sohn“

Dienstag, 30. August 2011
Die Jugend von heute
Die Jugend von heute: Unser Kleiner trägt ACDC Shirt und Piratenhose, hat dann aber Angst vorm Ventilator und krabbelt heulend davon…

Dienstag, 30. August 2011
Kickern mit 11 Monaten
Wie soll man vernünftig Kicker spielen, wenn der Gegner immer versucht den Ball zu essen? 😉

Donnerstag, 18. August 2011
Was ist „ein selbstbewusstes Kind“?
Bis dato waren wir gewöhnt, dass unser Kleiner überall Begeisterungsstürme auslöst, wo er auftaucht und die Leute mit seinem Sonnenscheingrinsen anlächelt, doch dieses Wochenende wurden wir zum ersten Mal mit einer kritischen Stimme konfrontiert. Unser kleiner Entdecker hatte nämlich keine Lust, dem Monolog der Dame zuzuhören, geschweige denn, ruhig zu sitzen. „Sie haben aber auch eine Herausforderung, ihr Kind ist ja sehr selbstbewusst.“, war der Kommentar. Klingt harmlos, aber zwischen den Zeilen war die Botschaft klar: ´Ihr verzogener Balg nervt!´
Umso mehr freute ich mich über den Kommentar meiner Frau: „Nein, gar nicht, er ist das glücklichste Kind der Welt, wenn er rumkrabbeln und die Welt entdecken kann. Jetzt ist ihm natürlich langweilig.“

Samstag, 21. Mai 2011
Gedicht zu deinem 8. Lebensmonat

Du bist erst acht Monate alt
Und schon Astronaut, der von seinem Hochstuhl aus in den Weltraum schießt
Um neue Planeten zu erforschen. Und neue Nahrungsmittel.
Du bist Physiker, der herausfinden will,
was die Welt im Innersten zusammenhält
und nie müde wird, Experimente zu machen.
Du bist Schatzsucher und Entdecker neuer Kontinente,
reist vom Süd- zum Nordpol unseres Hauses,
immer auf der Suche nach dem Unbekannten,
das es zu erforschen gilt.
Du bist Extremsportler
Und liebst den Kick, am Rande des Abgrundes dich ganz selbst zu spüren.
Du bist die verkörperte Unschuld,
die Insel im Meer des Unsinns
Du bist mein Sonnensystem.

Sonntag, 24. April 2011
Wickeln 2.0 – der verflixte siebte Monat
Geneigte Leser, ihr erinnert euch vielleicht noch an mein Statement, Wickeln wäre einfach. Das dachte ich damals auch – doch „damals“, das war bevor unser Kleiner sich selbständig von Bauch- auf Rückenlage und anders herum drehen konnte.
Seitdem er das kann, hat er überhaupt keine Lust mehr, still auf dem Rücken zu warten, bis Klamotten und Windeln aus- und angezogen werden.
Stattdessen gilt sein ganzer Ehrgeiz dem Versuch, den Plastikbehälter mit den feuchten Tüchern auf den Boden zu werfen, an der Spieluhr zu ziehen und zu gucken, wie weit man sich an den Abgrund des Wickeltisches wagen kann, ohne runterzufallen. An besonders herausfordernden Tagen kommt dazu noch, dass er Pipi macht und – genau eine Sekunde, bevor die neue Windel eigentlich angelegt werden sollte – ein größeres Geschäft erledigt.
Tränen und Glückseligkeit liegen in dieser Phase so nah beieinander wie bei einem manisch-depressiven, denn kaum teilt man mit Papa einen gemeinsamen Lachanfall darüber, dass man den Wickeltisch vollgemacht hat, wird auch schon herzzerreißend darüber geweint, dass man sich auf den Rücken legen soll.
Aber man wächst ja an seinen Aufgaben. Was natürlich für Sohnemann wie Papa gleichermaßen gilt.

Donnerstag, 7. April 2011
Was kann euer Sohn schon?
Die Frage „Was kann der denn so?“ kennt man(n) vor allem hinsichtlich neuer Autos und Computer. Eine Kollegin fragte heute allerdings, was unser Sohn schon kann, mit sechs Monaten. Meine Antwort: „Mama und Papa glücklich machen, Brei essen, mit frauen jeden Alters flirten, sich drehen, ein bisschen krabbeln und am besten und vor allem: herzlich lachen“.

Sonntag, 3. April 2011
Schwangere Männer
Beobachtung im Baby-Fachmarkt: Warum haben Männer eigentlich immer exakt die gleiche Figur wie die Mütter ihrer Kinder – egal im wievielten Monat diese Frauen sind oder wie lang die Kinder schon auf der Welt sind?

Sonntag, 3. April 2011
Überdosis Sicherheit, Teil 2
Um der Wahrheit die Ehre zu geben: Letzten Endes haben wir im Baby-Fachmarkt dann doch einen Babykost-Wärmer erstanden. Sicher ist sicher…
Jedenfalls hat unsere Kaufentscheidung nichts zu tun mit den urbanen Legenden, die uns die geschäftstüchtige Verkäuferin erzählte – von Kanarienvögeln, die tot von der Stange fallen, wenn ihr Käfig zu nah an einem Mikrowellenherd steht – und dass man doch seinem Kind nicht derartigen Gefahren aussetzen will, wo doch nicht erwiesen ist, ob mikrowellenerwärmte Babykost ihm nicht schadet…

Sonntag, 3. April 2011
Überdosis Sicherheit im Baby-Fachmarkt?
Zugegeben: Im Hinblick auf Ängste stehen Eltern chronischen Paranoikern in nichts nach. Das weiß die Babyfachartikel-Industrie natürlich auszunutzen. So findet man im Babyfachmarkt in der Reihe zum Thema „Häuser/Wohnungen babysicher machen“ jede Menge Beruhigungsmittel für überängstliche Eltern. Abgesehen vom Strahlenanzug in Kleinkind-Größe zum Schutz vor der Küchen-Mikrowelle gibt es dort wirklich nichts was es nicht gibt: Rauchmelder, Sicherheitsriegel, Klemmschutz für Türen, Ecken- und Kantenschutz für Tische, Schrankschlösser, Herdschutz-Knöpfe, Blumentopfgitter (wenn ich das richtig verstanden habe, um zu verhindern dass kleine Abenteurer Topferde verstreuen?), Kühlschrankriegel, Backofentürstopper, Fensterfeststeller, usw…
Was den Steckdosenschutz angeht, bin ich mir sicher, dass wir so etwas kaufen, wenn unser Kleiner auf Expedition gehen kann. Bei allem anderen hoffe ich, dass die Vernunft siegen wird. Ich halte Sie, geneigte Leserschaft, auf dem Laufenden!

Sonntag, 3. April 2011
Hochsitz, Teil 2
Unser Sohn ist begeistert von seinem Hochsitz. Er sitzt darin stolz wie ein König und fröhlich wie ein… nun ja, wie ein fröhlicher König. Auch mich erfreut es, wenn ich meine Frau und ihn bei der Raubtierfütterung beobachte. Warum? Weil ich ein Fan von Zombiefilmen bin. Und an irgendetwas erinnert es mich, wenn unser Kleiner mit karottenrot verschmiertem Mund vor uns sitzt und uns selig angrinst…
Ich muss zugeben, ich habe, nach einem vergeblichen Versuch, ihn zu füttern, den Löffel abgegeben. An meine Frau. Aber ich habe fest versprochen, es nochmal zu versuchen. Gleich morgen.

Sonntag, 3. April 2011
Hochsitz, nicht nur für Jäger
Wir waren am Samstag in einem großen Baby-Fachmarkt. Den ganzen Tag. Ich schreibe jetzt nicht auf, wie viel Geld wir für den Baby-Hochsitz, den Laufstall und ein paar andere „Klenigkeiten“ auf einmal ausgegeben haben. Weil mir die Gefahr zu groß wäre, dass Leser, die sich noch nicht sicher fühlen, ob man sich ein Kind leisten kann, abgeschreckt werden…
Ich war jedenfalls an der Kasse einigermaßen verblüfft, wie viel herauskommt, wenn man all die großen Summen zu einer großen Gesamtsumme addiert. Das hat man mir scheinbar angesehen, denn uns wurde spontan von der Kassierern eine gelbe, quietschende Stoff-Ente als Geschenk überreicht. Da die Ente ein Halstuch mit dem Namen des Fachmarktes trägt, kann man sagen, dass unser kleiner bereits im Alter von sechs Monaten einen Sponsor hat…

Sonntag, 20. Februar 2011
100-protzentige Bedürfnisbefriedigung verboten!
„100-protzentige Bedürfnisbefriedigung des Babys bedeutet 100-protzentigen Verzicht auf die eigenen Bedürfnisse“, pflegt unsere Hebamme zu sagen, um uns dazu zu animieren, unseren Kleinen öfter mit sich selbst allein zu lassen.
Das hilft ihm dabei, die Welt zu entdecken und Selbständigkeit zu lernen, keine Frage. So weit die Theorie. Aber die Umsetzung in die Praxis ist leichter gesagt als getan. Denn wer bringt es übers Herz sein Kind allein spielen zu lassen, wenn es einem enttäuscht hinterherschaut, wenn man sich entfernt? Und wenn es einen stattdessen freudig anlächelt und mit viel mehr Enthusiasmus nach seinem Spielzeug greift, wenn man ihn dabei beobachet?
Die Lösung ist, wie immer im Leben, die goldene Mitte. Zum Beispiel, wenn ich wie jetzt ab und zu von der Couch, wo ich mit dem Laptop sitze, zu ihm lächle und er zurück lächelt.

Sonntag, 20. Februar 2011
Das letzte große Männer-Abenteuer
Wie nennt man das letzte große Abenteuer, die letzte Expedition ins Ungewisse, der sich ein Mann heutzutage noch, Auge in Auge mit seinen Urängsten, stellen kann? Man nennt sie: Donnerstag.

An jedem Donnerstag verlässt meine Frau Mann und Kind. Glücklicherweise nur für wenige Stunden. Ich gönne ihr ihren abendlichen Mini-Wellnessurlaub ins städtische Hallenbad von ganzem Herzen.
Dennoch beweisen diese beiden Stunden, die ich mit unserem Kleinen allein verbringe, dass Einstein Recht hatte mit der Relativitätstheorie.
Wie schnell oder langsam die Zeit vergeht, hängt maßgeblich davon ab, in welcher Situation man sich befindet. Wenn Dennis zufrieden ist, vergehen die Stunden mit ihm allein wie im Fluge und meine entspannte Frau findet zwei ebenso entspannte Männer vor, wenn sie zurück kommt. Wenn Dennis aber seine Mama vermisst und sich von mir nicht darüber hinwegtrösten lässt, dehnen seine jämmerlichen Schreie die faktischen zwei Stunden zu gefühlten zwanzig Stunden Folter, Strapazen, Grenzerfahrungen und Agressionstherapie.

So war es zumindest die ersten beiden Male. Mittlerweile kann ich auf einen großen Fundus an selbsterfundenen Ablenkungsmanövern zurückgreifen, um Dennis die Wartezeit auf seine Mama zu versüßen – von improvisierten Tanz- und Gesangseinlagen über Wiegen, gemeinsames Spielen, Herumtragen („Menschen sind Traglinge!“ pflegt die Hebamme von Freunden von uns zu sagen) bis zur ultima ratio: Fernsehton. Fernsehbilder will ich unserem Kleinen noch nicht zumuten, um seine Entwicklung nicht zu stören (er soll ja später mal kein RTL2-Zuschauer werden). Aber die Stimmen aus dem Fernseher scheinen ihn zu beruhigen. Natürlich macht auch hier die Dosis das Gift, weswegen der Fernsehton mein letztes Mittel bleibt, wenn sonst gar nichts hilft.
Aber wir kommen immer besser allein zurecht, Dennis und ich. Auch ohne Fernsehton. Und – zumindest für zwei Stunden – auch ohne meine Frau.

Sonntag, 20. Februar 2011
Helden meiner Kindheit: Knax
Bei unserem Krankenhausbesuch (wegen Dennis Impfreaktion) stellte ich zu meiner freudigen Überraschung fest, dass es Helden meiner Kindheit ins 21. Jahrhundert geschafft hatten, denn an der Wand hing ein Kalender mit den Knax-Figuren, die ich noch aus meiner eigenen Kindheit kannte. Als Comicfiguren der Sparkasse. Mag sein, dass Kritiker sagen würden, dahinter stehe lediglich ein perfider Plan, Kinder schon frühzeitig zu einem ertragreichen Teil des kapitalistischen Systems zu machen, aber für mich persönlich kann ich sagen, dass meine beiden Knax-Kaffeetassen noch heute meine erste Wahl sind, wenn ich morgens Tassen aus dem Schrank hole. Was beweist, dass man gleichzeitig der Sparkasse dankbar für das Sponsoring sein kann und dennoch eine kritische Einstellung gegenüber den Schattenseiten des Kapitalismus beibehalten kann.

Sonntag, 20. Februar 2011
Die zweite Impfung, Teil II
Wie heißt es so schön: Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Man sollte allerdings auch nicht den Abend vor der Nacht loben. Letztere haben wir nach der zweiten Impfung nämlich überraschenderweise im Krankenhaus verbracht.
Am Abend bekam unser Kleiner 39 Fieber. Alle Internetseiten, die wir auf der Suche nach Tipps besuchten (von Foren bis zu Seiten von Kinderarztpraxen) waren sich in einem Punkt einig: Bei Fieber über 39 Grad sollte ein Kind unter 6 Monaten zum Arzt.
Nachdem das Fieber eine Dreiviertelsunde nachdem wir ihm ein Zäpfchen gaben („wir“ heißt eigentlich meine Frau, denn ich hätte mich das nicht getraut, um der Wahrheit die Ehre zu geben) immer noch nicht zurückging, sondern im Gegenteil 39,4 Grad auf dem Thermometer stand, machten wir uns auf den Weg zum Krankenhaus. Unser Bauchgefühl sagte uns zwar, dass es keinen Grund zur Sorge gab, aber im Zweifelsfall gehen wir lieber einmal zu oft zum Arzt als einmal zu wenig.

Die Stimmung im nächtlichen, leeren Wartezimmer hatte etwas Surreales. Bedrückender noch war aber der Gedanke, dass wir als Eltern dafür verantwortlich waren, dass unser Kleiner gerade Fieber hatte – durch unsere Entscheidung für eine Impfung. Natürlich denkt man gleichzeitig mit, dass es für einen guten Zweck war – ihn vor Krankheiten zu bewahren. Dass in so einer Situation dennoch das Rationale gegen das Gefühl unterliegt, ist sicher verständlich.
Die Ärztin ging wie wir davon aus, dass das Fieber eine Impfreaktion war. Ich fragte dann, ganz bekennender Laie, ob ein Impf-Fieber weniger schlimm sei als ein herkömmliches Fieber und wurde darüber aufgeklärt, dass man bei kleinen Kindern Angst vor Fieberkrämpfen hätte. Wenn so ein Krampf auftreten sollte, sollten wir nochmal zum Krankenhaus fahren.
Stolz war ich darauf, dass ich schon vor der Fiebermessung durch die Ärztin erkannt hatte, dass das Fieber heruntergegangen war: durch einen Kuss auf die Augenbrauen unseres Sohnes. Das ist – wie ich ebenfalls im Web gelesen habe – eine Methode, mit der Eltern eine Trefferquote von 75% haben, was die Einschätzung des Fiebers ihres Kindes angeht.
So schnell wie der Fieberspuk gekommen war, war er auch wieder vorbei.

Freitag, 18. Februar 2011
Die zweite Impfung
Die zweite Impfung unseres kleinen Rackers war für mich zugegebenermaßen mehr Stress als die erste. Nicht etwa wegen seinem Verhalten, denn er war tapfer wie beim ersten Mal. Ich hatte zuvor eine Webseite radikal-fundamentalistischer Impfkritiker im Web quasi aus Versehen entdeckt und war danach etwas verunsichert, da dort sowohl ein österreichischer Arzt zu Wort kam, der die zunehmenden Allergien in unserer Zivilisation als Folge der Impfungen ansieht, als auch Eltern, deren Kinder nach Impfungen scheinbar mutierten wie die wiederbelebten Haustiere und Menschen in Stephen Kings Friedhof der Kuscheltiere.
An unserer Überzeugung, dass wir Dennis impfen, änderte das alles zwar nichts, da diese Überzeugung Ergebnis reiflicher Überlegung war, doch ein gewisses mulmiges Gefühl war da. Zumindest bis ich den Kinderarzt fragte, ob er selbst seine Kinder bedenkenlos geimpft hatte. Er nahm sich viel Zeit für die Beantwortung der Frage und danach ging es mir auf jeden Fall besser. Bis zu dem Moment, wo er und die Schwester Dennis jeweils eine Spritze ins Bein gaben.
Der Anblick von unserem leidenden Kind, das mit hochrotem Kopf nicht wusste, ob es zuerst entsetzt sein oder zuerst schreien soll, verfolgte mich noch eine ganze Weile an dem Tag. Dennis selbst dagegen war schon kurz danach wieder so putzmunter als wäre nichts gewesen. Auch am Abend: keine Anzeichen von grusligen Symptomen wie sie in Stephen King-Romanen oder auf manchen Webseiten zu finden sind.
Gäbe es eine Tapferkeitsmedaille für Kinder, ich würde sie ihm heute anheften.

Montag, 7. Februar 2011
Superhelden gibt es wirklich! Oder?
Vor ein paar Tagen kam im Fernsehen eine Meldung über junge Männer, die sich – inspiriert von Superhelden wie Spiderman, Superman oder Batman – nachts auf den Straßen amerikanischer Städte herumtreiben, um die Bürger zu schützen und Verbrechen zu verhindern.
Das klingt einerseits zugegebenermaßen nach einer fragwürdigen Selbstüberschätzung, andererseits: Vor die Wahl gestellt, am hellen Tag in einem öffentlichen Verkehrsmittel Angst haben zu müssen, von Jugendlichen krankenhausreif geschlagen zu werden, nur weil man sie bittet, sich an das Rauchverbot zu halten, oder am Abend ein paar jungen Männern in seltsamen Faschingskostümen zu begegnen, die einen freundlich begrüßen (wenn sie einen nicht gerade bei einem Einbruch erwischen), wüsste ich schon, was das kleinere Übel ist…
Dennoch: Ich hoffe es gibt noch eine goldene Mitte und würde mich freuen, wenn mein kleiner Held wenn er größer ist einen gesunden Gerechtigkeitssinn hat, ohne dazu eine Unterhose über der Hose oder einen roten Umhang tragen zu müssen.

Mittwoch, 2. Februar 2011
Busenneid statt Penisneid!
Die von Sigmund Freud geprägte Theorie vom weiblichen Penisneid gilt als widerlegt. Ich dagegen möchte die Theorie vom männlichen Busenneid aufstellen. Es kommt nämlich bisweilen durchaus vor, dass ich mich körperlich benachteiligt fühle, aufgrund meines Mangels an Milchproduktionsfähigkeit. Und zwar in den Momenten, wo unser Kleiner sich behaglich an meine Brust kuschelt und erwartungsvoll auf Nahrung wartet. Spätestens wenn er nach meiner „Zapfsäule“ sucht, bilde ich mir ein, dass er mich ein wenig vorwurfsvoll anschaut und sich oder mich fragt, warum ich ihm die Fütterung verweigere…

Samstag, 29. Januar 2011
Wem sieht er/sie ähnlich?
„Ganz der Papa, die Kleine!“ Soll man sich über so einen Satz als Eltern wirklich freuen? Oder wird es ein Mädchen mit derart maskulinen Zügen mal schwer haben?
Im Ernst: Ich finde, dass man bei einem Baby oder einem ein paar Monate alten Kind nicht wirklich sagen kann, welchem Elternteil es ähnlich sieht. Wenn man die Optik der neuen Menschen wirklich vergleichen muss, dann sehen die meisten doch Buddha am ähnlichsten.

Wer als Besucher dem Kind frischer Eltern eine Ähnlichkeit mit einem der beiden Elternteile attestiert, kann für Ärger sorgen. Es muss nicht mal ein Satz wie „Der sieht der Postbotin aber ähnlich!“ oder „Sieht bisschen aus wie deine Ex“ sein, der für Diskussionsstoff sorgt. Irgendwie scheint jeder Elternteil gern zu hören, dass der Nachwuchs ihm mehr ähnelt als dem Partner. In dem Punkt sind manche Papas und Mamas eitel als gälte es, die erste Staffel von Germany´s Next Top-Elternteil zu gewinnen.

Ich selbst finde nicht wirklich, dass unser Sohn meiner Frau oder mir wie aus dem Gesicht geschnitten wirkt. Allenfalls erkenne ich den Mund meiner Frau an Dennis ansatzweise wieder. Wenn man die „Gutachten“ der Besucher als Maßstab nimmt, würde meine Frau nach Punkten führen, im Eltern-Lookalike-Wettbewerb. Ich bin da nicht neidisch. Im Gegenteil: Ich fände es schön, wenn Dennis die Schönheit meiner Frau geerbt hat. Und wenn ich sehe, wie verzückt andere auf ihn gehen, bin ich mir sicher, dass das so ist.

Samstag, 29. Januar 2011
Büro-Job und „Eltern-Job“
Es ist sicher nicht politisch korrekt, die Frage zu stellen, was anstrengender ist: ein Tag mit dem Nachwuchs oder ein Tag im Büro. Dennoch ist es eine Tatsache, dass Kinder auch mal anstrengend sein können. Und es ist auch eine Tatsache, dass so manche Mama, die schon wieder ab und zu arbeitet, hinter vorgehaltener Hand zugibt, dass ein Tag im Büro manchmal wie ein Wellness-Kurzurlaub ist im Vergleich zum Mama-Job.
Dass sollten sich alle arbeitenden Papas vor Augen halten, wenn sie denken, die Mamas daheim hätten den leichteren Job. Denn dem ist definitiv nicht so.
Ich habe, wenn unser Kleiner anstrengend… äh ich korrigiere: recht lebhaft war, auch schon mal erlebt, dass ich, wenn ich abends von der Arbeit nach Hause kam, noch mehr Energie übrig hatte als meine Frau.

Samstag, 29. Januar 2011
Genie und Wahnsinn
Man sagt, frisch Verliebte seien nicht ganz zurechnungsfähig. Ihre Hormone würden verrückt spielen und sie in liebeskranke Grenzdebile verwandeln. Bei frischgebackenen Eltern ist das anders: Sie sind nämlich noch verrückter! Weil sie auch vernarrt sind – in ihr Baby. Man spürt sehr schnell, dass man alles für seinen kleinen Helden tun würde. Dass man sogar bereit wäre, für jemanden zu sterben, den man quasi gerade erst kennengelernt hat, ist sicher für jeden, der noch nicht Vater oder Mutter ist, verwunderlich…

Evolutionsforscher würden diese Mama- und Papa-Gefühle vielleicht mit „Instinkt“ erklären, aber das ist mir zu prosaisch. Die Welt ist voller Wunder und das größte von allen Wundern ruft gerade im Hintergrund nach mir. Insofern: Bis zum nächsten Mal!

Samstag, 29. Januar 2011
Auch Eltern sind Kinder, auch Großeltern sind Eltern
Die Geburt des eigenen Kindes verändert das ganze Leben – dazu gehört natürlich auch das Verhältnis zu den eigenen Eltern, die plötzlich zusätzlich Großeltern geworden sind.
Wenn man selbst die Welt zum ersten Mal in der Rolle eines Elternteils sieht, lässt einen diese neue Perspektive tiefer nachempfinden, wie es für die eigenen Eltern gewesen sein muss, ihre Elternzeit zu erleben. So fördert das eigene Kind die Nähe zu den eigenen Eltern und das Verständnis und die Dankbarkeit dafür, was sie für uns getan haben (ein einigermaßen intaktes Verhältnis zu den eigenen Eltern vorausgesetzt).
Auch bei den Großeltern werden Erinnerungen wach an die Zeit, als Sie noch ein Kind waren. Die Erweiterung der Familie tut definitiv dem Zusammenhalt der gesamten „Großfamilie“ gut.

Sonntag, 23. Januar 2011
Bücher für werdende Papas
Während es für werdende Mütter unzählige Ratgeberbücher gibt, ist der Markt für werdende Papas recht überschaubar. Dankenswerterweise sind zu altbackenen, trockenen Sachbüchern in letzter Zeit auch Bücher dazugekommen, die beim Lesen für gute Laune sorgen.

„Achtung Baby!“ von Comedian Michael Mittermeier (KiWi Verlag) bietet viel zu Lachen, aber ist kein wirklicher Ratgeber für die Praxis. Empfehlenswert ist es trotzdem, denn Humor ist genau das richtige, um die Aufregung vor der Generalprobe zu meistern.
Für eilige Papas in spe gibt es „Papa to go“ von Christian Busemann (Goldmann Verlag). Nicht von dem augenzwinkernden Titel abschrecken lassen: Das Buch nimmt sich Zeit für das wichtige Thema Papawerden.
Mein persönlicher Favorit: „Wickelpedia“ von Constantin Gillies (Ullstein Verlag). Die perfekte Mischung aus praktischen Tipps und Humor.

Sonntag, 23. Januar 2011
Keine Wickel-Angst!
Ich bin sicher nicht der einzige Mann, der vor der Geburt ein wenig Berührungsängste vor dem Thema Wickeln hatte. Das war eine Angst vor dem Unbekannten. Die gute Nachricht für alle, denen es ähnlich geht: In Wahrheit ist Wickeln einfach. Und das Überraschende: Es macht sogar Spaß. Denn wenn Sie die „Wickelarbeit“ mit dem Vergnügen gemeinsam verbrachter Momente verbinden, wird Ihr Kind Sie mit einem Lächeln belohnen. Und wie sich das anfühlt? Unbeschreiblich!

Samstag, 22. Januar 2011
U2 ist keine Band!
Wer bisher bei dem Wort „U2“ an eine Ubahn-Linie oder eine Rockband dachte, ist noch nicht Papa oder Mama. Eltern nämlich denken bei U1, U2, etc an die Untersuchungen ihrer Kinder. Während die ersten Untersuchungen noch im Krankenhaus geschehen, finden die weiteren beim Kinderarzt statt.
Als ich nach der U1, die für unseren Dennis einen rundum positiven Befund ergab, das gelbe Heftchen mit der Checkliste durchlas, wurde mir erst klar, wie viele Krankheiten und Komplikationen es gab, die unser Kleiner hätte haben können. Ich musste weinen, als ich all das sah. Wobei das als frischgebackener Elternteil vielleicht nicht viel aussagt, denn durch die Geburt eines Kindes sind Männer fast so nah am Wasser gebaut wie Frauen.

Auch bei der aktuell erfolgten U4-Untersuchtung (im vierten Monat) bekam Dennis vom Arzt ein rundum positives Feedback. Apropos „rund“: Obwohl er aussieht wie ein kleiner Buddha, liegt er mit seinem Gewicht in der goldenen Mitte. Dass Babys etwas füllig wirken (man denke an den Ausdruck „Babyspeck“ ) ist völlig normal. Das ändert sich spätestens, sobald die kleinen Racker anfangen, die Welt auf eigenen Beinen zu erkunden.

Samstag, 22. Januar 2011
Die ganze Wahrheit übers Elternsein
Baby-Bücher (vor allem die für die Mamas) verschweigen gern die Schattenseiten der Elternrolle. Die ganze Wahrheit ist: Wer nonstop Friede, Freude, Eierkuchen erwartet, wird überrascht sein. Ihr Baby wird sie glücklich machen wie nichts zuvor auf der Welt, doch es wird ihnen oft den Schlaf und manchmal den Verstand rauben. Aber es ist auch die Wahrheit, dass ein Lächeln von ihm all den Ärger und die Strapazen wert ist.

Samstag, 22. Januar 2011
Internetforen sind keine gute Recherchequelle für Mamas
Wenn junge Eltern sich mit einer unbekannten Situation konfrontiert sehen, sind sie dankbar für Rat. Eltern, Schwiegereltern, Opas und Omas, kindererfahrene Freunde, Hebammen, Frauen- und Kinderärzte werden dann gern befragt – um aus dieser „nicht repräsentativen Umfrage“ ein eigenes Bild zu bekommen.

Nur bei einer Informationsquelle sollte man äußerst skeptisch sein: Internetforen, in denen Mamas Ratschläge und Meinungen austauschen. Das Problem an der Sache ist nämlich, dass der Muttertrieb viele Mamas zu radikalen Verfechterinnen unterschiedlicher „Glaubensrichtungen“ zu allen Fragen der Babypflege und Kindererziehung mutieren lässt. Wer in einem solchen Forum nach Rat sucht, findet stattdessen in der Regel eine Mischung aus gefährlichem Halbwissen, unverholener Polemik und komplettem Blödsinn, an den die Meinungsverfechterin zwar glaubt, der aber jenseits aller Wissenschaftlichkeit liegt.
So kann es durchaus passieren, dass eine Mutter, die nicht stillen will oder kann von anderen als „Mörderin“ beschimpft wird. Nicht gerade ein ideales Umfeld für jemanden, dessen Nerven aufgrund des Schlafmangels ohnehin schon blank liegen.

Wer sich also wirklich im Web schlau machen will, sollte das auf Seiten von Medizinern und anderen Fachleuten tun.

Samstag, 22. Januar 2011
Der Abend nach der ersten Impfung
Nachdem Dennis tagsüber trotz Impfung putzmunter war, kam dann abends doch das Fieber, vor dessen möglichem Auftreten wir vorgewarnt waren. 38,8 Fieber. Manche geben bei 38,5 ein Zäpfchen, andere erst bei 39. Auch hier muss man letztlich selbst entscheiden. Nachdem das Fieber recht schnell sank, verzichteten wir aufs Zäpfchen, da wir misstrauisch sind gegenüber der „chemischen Keule“ und diese so selten wie möglich schwingen wollen.
In der Nacht war Dennis allerdings unruhiger als sonst und raubte sich und uns fast stündlich den Schlaf.

Samstag, 22. Januar 2011
Die erste Impfung, Teil II
Dennis bekam also je eine Spritze ins Bein, immerhin gleichzeitig, so dass er nur einen Schmerz verspürte. Der brachte ihn zwar zum Schreien, doch konnte er sich durch Stillen und Trösten schnell wieder beruhigen. Die Arzthelferin wusste zu berichten, dass andere Kinder noch bis zur Autofahrt schreien, so dass wir ganz stolz auf unsere kleinen Helden waren (was wir natürlich immer sind). Dass er schon flirtet wie ein Großer, bemerkte die Helferin ebenfalls, was den Papa vermutlich noch ein kleines bisschen stolzer machte als die Mama.

Samstag, 22. Januar 2011
Die erste Impfung
Gestern war Dennis erste Impfung. Dem voraus gingen natürlich zahlreiche Diskussionen und Überlegungen zum Thema Impfen Ja/Nein und wenn ja, welche. Von dem radikalen Impfgegner im Freundeskreis über Internetseiten, die sich kritisch mit dem Thema auseinandersetzten bis zur Hebamme, die suggeriert, das es unverantwortlich sei, nicht zu impfen, ist man als frische Eltern verschiedensten Meinungen ausgesetzt. Man kann letztlich noch so viel lesen und hören, am Ende muss man selbst entscheiden, was für das Kind das beste ist.
Wir haben uns, nach Abwägen der Risiken und Nebenwirkungen, entschieden für die wesentlichen Impfungen (also fünffach). Was uns die Entscheidung deutlich erleichtert hat, war den Arzt zu fragen, ob er seine Kinder geimpft hat. Da er das bejahte, fühlten wir uns gleich wohler.

Samstag, 22. Januar 2011
Über diesen Blog, Teil 2
Nachdenkliches, Mutmachendes, Heiteres, Bermerkenswertes, Tipps – all das und mehr dürfen Sie von diesem Baby-Blog erwarten. Nur eines auf gar keinen Fall: eine zeitlich schlüssige Chronologie der Ereignisse. Stattdessen wird es eine Sammlung von Erinnerungen an verschiedene Momente vor und nach der Geburt sein, die kreuz und quer durch die Zeit schießen, so wie sie mir in den Sinn kommen. Denn für das Einhalten einer Chronologie ist das neue Leben als Eltern viel zu aufregend und – im besten möglichen Sinn – chaotisch.

Samstag, 22. Januar 2011
Über diesen Blog
Dieser Blog beschreibt die Eindrücke bis zum bedeutungsschwangeren (!) Moment der Geburt und die aufregende Zeit danach – für Eltern, die all das nachfühlen können und für alle, die neugierig darauf sind.
Natürlich auch für alle, die ein wenig nervös sind angesichts der bevorstehenden Veränderungen in ihrem Leben. Denn ein wenig Angst vor dem Unbekannten gehört einfach dazu, auch wenn sie sich später als unbegründet erweist.

Sonntag, 16. Januar 2011
Wie neugeboren
Am 20. September 2010 wurde unser kleiner Dennis geboren.
Als wir nach einer im wahrsten Sinne des Wortes schweren Geburt, die 24 Stunden gedauert hatte, im Krankenzimmer zum ersten Mal zur Ruhe kamen, und ich mit Tränen der Rührung meine Frau und unseren Sohn ansah, wurde mir bewusst, dass heute nicht nur ein, sondern drei Menschen neugeboren wurden.