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Mittwoch, 22. Februar 2012
Kann dein Kind schon sprechen? - Ja, alle Sprachen der Welt!

Eigentlich könnte ich die Frage, ob unser Kleiner schon sprechen kann, bereits bejahen. Mit dem Finger in eine Richtung zeigen heißt: "Bring mich bitte da hin." Augen reiben heißt: "Ich bin müde, trägst du mich ins Bett?" Eine Milchtüte bringen heißt: "Ich habe Durst".
Mit dem Kopf gegen die Glastür schlagen heißt: "Ich bin wütend, dass es ausnahmseise nicht nach meinem Willen geht." Die eigene Jacke bringen heißt: "Gehst du mit mir spazieren?" Ein Bussi auf die Backe heißt: "Ich hab dich lieb."

Wenn mich das nächste Mal jemand fragt, ob unser Kleiner schon spricht, wäre es also nicht gelogen, wenn ich sage: Klar, alle Sprachen der Welt. Denn seine Körpersprache ist garantiert international verständlich.

Sonntag, 19. Februar 2012
Kindermund fragt... Heute: Eltern und Freizeit

Heute war ein befreundetes Paar mit zwei älteren Kindern bei uns zu Besuch. Als der andere Papa und ich uns beklagten, dass wir keine Zeit mehr haben für Dinge wie Videospielen, meinte seine Tochter: "Habt ihr denn keine Ferien?"

Samstag, 18. Februar 2012
Da ist ein Papa unter der Maske

Habe unserem Sohn gerade die Star Wars-Basics anhand des Krieg der Sterne-Schachbretts erklärt. Und als er Darth Vader in der Hand hatte, sagte ich: "Da ist ein Papa unter der Maske".
Aus dieser Perspektive habe ich Star Wars noch nie gesehen...

Donnerstag, 16. Februar 2012
Eine Tomate namens Brummbrumm

Muss ich mir Sorgen machen, dass mein Sohn später einmal in die Fußstapfen von Schumacher und Vettel steigen und mit Vollgas im Kreis durch den Formel 1-Zirkus fahren will? Kann man beim Kinderarzt testen, ob ein Kind sprichwörtlich Benzin im Blut hat?

Gespräch mit meinem Sohn beim Bilderbuch lesen:
Ich: "Schau mal, eine Tomate."
Er: "Brumm!"
"Nein, nicht Auto, das ist eine Tomate."
- "Brumm Brumm!"
"Guck, das ist Käse."
- "Brumm!"
"Und was ist das?" (Ich zeige auf den abgebildeten Keks)
- "Brumm! Brumm!"

usw...

Einen Tag vorher hat Mama ihm übrigens ein Spielzeugauto gekauft...

Dienstag, 14. Februar 2012
Das neue Hobby unseres Sohnes: Kaffee umrühren

Ebenfalls sehr nett von unserem Kleinen: Er versucht, unseren Kaffee in der Tasse mit dem Löffel umzurühren. Das Ergebnis seines Eifers sieht zwar eher aus, als würde er versuchen, den Kaffee zu stampfen, aber der gute Wille zählt.
Man kann wirklich sagen, dass er sich RÜHREND um seine Eltern kümmert.

Dienstag, 14. Februar 2012
Das neue Hobby unseres Sohnes: Zuprosten

Wir hatten, schon bevor wir Eltern wurden, bei Kindern von Freunden bemerkt, wie gern diese ihr Getränkefläschchen gegen das Getränk der Eltern stoßen, um ihnen zuzuprosten (oder ist das ein typisch bayerisches Kultur-Phänomen?)
Mittlerweile ist dies auch das neueste Hobby unseres Kleinen. Er betreibt es mit so viel Begeisterung, dass wir vor lauter Prost gar nicht mehr zum Trinken kommen.
Dass man sich z.B. mit Kaffeetassen nicht zuprostet, kann er ja irgendwann lernen. Jetzt soll er sein neues Hobby erst mal in Ruhe genießen...

Dienstag, 14. Februar 2012
Das neue Hobby unseres Sohnes: Unsichtbare Dinge verschenken

Jeden Tag entdeckt unser Sohn derzeit ein neues Hobby, dem er mit großer Passion nachgeht. Aktuell ist es: Mama und Papa unsichtbare Dinge in die Hand geben. Er streckt seine Hand aus und erwartet, dass wir seinen unsichtbaren Gegenstand entgegen nehmen. Noch mehr freut er sich, wenn Mama das Überreichte Fantasie-Präsent dann an Papa weitergibt. Und am größten ist die Freude für ihn, wenn ich ihm sein unsichtbares Geschenk wieder zurück gebe - und es wieder im Kreis herum geht. Und so weiter...
Das Verblüffende daran: Wir wissen nicht, was es ist, was unser Kleiner uns in die Hand gibt und wir können es auch nicht sehen. Aber wir spüren es.

Samstag, 11. Februar 2012
Mit dem Essen spielt man!

"Mit dem Essen spielt man nicht!" Irgendwo aus dunkler Vergangenheit hallt uns Eltern dieser Spruch noch im Kopf nach. Und jetzt, wo wir selber Eltern sind, merken wir: Dieser Satz kann nur von jemandem stammen, der keine Kinder hat. Oder nichts von ihnen versteht.
Denn bei einem Kleinkind, das experimentierfreudig zum Löffel greift, gehen Spielen und Lernen fließend ineinander über. Wer seinem Kind geduldig Freiraum gibt, die Dinge im wahrsten Sinne selbst in die Hand zu nehmen, wird belohnt, denn es lernt schneller, selbstständig zu essen.
Zugegeben: Kollateralschäden muss man in Kauf nehmen. Wir lernen z.B. gerade Schokobrei essen. Und Tisch, Kinderhände, Kleidung und Gesicht sehen teilweise ziemlich bekleckert aus. Sogar der weiße Designerstuhl am Esstisch wurde zur Leinwand für moderne Schoko-Kunst, handgemalt. Aber das ist es uns wert.

Montag, 6. Februar 2012
Friedhof der lärmenden Kuscheltiere. Oder: Spielhölle Spielzeug

Ich sehe ja ein, dass Spielzeug nicht nur bunt sein soll, sondern auch laut. Damit neben taktilen Erlebnissen und Sehsinn auch der Hörsinn angesprochen wird. Dennoch versuche ich, gerade am Abend, das unvorsichtige Berühren von Spielzeug zu vermeiden. Denn es kann anstrengend werden nach einem harten Tag aus Versehen berührungsempfindliches Spielzeug anzustupsen und damit die Spielhölle zu aktivieren. Prompt befindet man sich in einer Soundkulisse, die an 1000 einarmige Banditen in einer Spielhalle erinnern, die im Chor mit einer Sirene, sprechenden Büchern und einem singenden Friedhof der Kuscheltiere lärmen. Bei aller Liebe - an die abendlichen Ruhezeiten sollte sich auch Spielzeug halten. Schließlich werben die Hersteller damit, wie intelligent es ist.

Montag, 6. Februar 2012
Die geheime Zusatzfunktion von Kaputzenpullis

Wenn man hinter einem Kind hinterher rennt, das gerade entdeckt, dass Laufen umso mehr Spaß macht, je höher die dabei erreichte Spitzengeschwindigkeit in Relation zur Anzahl der Hindernisse und Stolperfallen im Raum ist, macht man als Eltern eine eigene Entdeckung: Der Kaputzenpulli, den das Kind trägt, hat eine geheime Zusatzfunktion.
Merkt man nämlich, dass das Kind im Rennen nach vorne zu fallen droht, kann man es in letzter Sekunde noch vor dem Aufprall bewahren - indem man es an der Kaputze hält. Sozusagen der Airbag, der nach hinten losgeht beziehungsweise der Notfallschirm für kindliche Base Jumper. Verlassen möchte ich mich auf die magischen Fähigkeiten der Kaputze allerdings nicht.

Mittwoch, 25. Januar 2012
Der feine Unterschied zwischen einem Pritt-Stift und Marzipan

Der Spruch "Dich kann man auch keine Sekunde allein lassen" passt auf keine andere Zielgruppe so gut wie auf Kleinkinder. Es waren auch nur Sekunden, in denen ich woanders hinsah, die dazu führten, dass ich während ich diese Zeilen schreibe, noch eine erhöhte Herzfrequenz habe und verschwitzt bin. Ich habe nämlich gerade beim Giftnotruf angerufen.
Doch der Reihe nach: Einmal weggeguckt und im nächsten Moment hatte unser kleiner Forscher einen Pritt-Stift im Mund. Ich entfernte, so gut es ging, den klebrigen Klumpen, der seine noch unvollständige untere Zahnreihe bedeckte, putzte ihm die Zähne und gab ihm zu trinken. Dann rief ich den Giftnotruf an, der mir die Tipps gab, die ich instinktiv gerade schon ausgeführt hatte - Zähne putzen und Wasser geben.
Die freundliche Dame am Telefon meinte zudem, dass es sogar unproblematisch gewesen wäre, wenn unser Gourmet den kompletten Stift gegessen hätte. Das käme gar nicht so selten vor, sagte die Expertin, "denn so ein Stift riecht ein bisschen wie Marzipan."
Wieder was gelernt. Was hoffentlich für Vater und Sohn gleichermaßen gilt.

Sonntag, 22. Januar 2012
Ein Jahr und vier Monate alter Telefonier-Freak

Gut, dass es Telefonflatrates gibt. Denn das Lieblingsspielzeug unseres kleinen Mannes ist das Telefon. Am liebsten natürlich, wenn am anderen Ende tatsächlich ein Gesprächspartner ist, der mit ihm spricht. Beliebtestes Opfer: meine Eltern. Denn die hören ihm minutenlang geduldig zu, auch wenn der Kleine bisher nur eine Sprache spricht, die allenfalls Außerirdische vom Planeten Beteigeuze oder Ork verstehen. Wenn überhaupt.
Heute hat unser Telefon-Freak minutenlang genüsslich mit einer Dame telefoniert und eifrig auf diese eingeredet, obwohl sie zur Konversation immer nur ein und denselben Satz beitrug: "Diese Nummer ist leider nicht vergeben."

Dienstag, 10. Januar 2012
Vorsicht, bissiges Kind!

Das hat uns auch keiner vorher gesagt. Ich meine, dass die süßen kleinen Monster macnhmal gefährlicher als Raubkatzen sein können. Egal wie oft man die Nägel schneidet, manchmal kratzt und beißt unser Kleiner wie ein Zombie. Immerhin bleibt der Trost: Er macht es ja nicht mit böser Absicht und wenn man ihm erklärt, dass es weh getan hat, weint er fast vor Mitgefühl.
Und irgendwie trage ich meinen Scarface-Kratzer, den er mir zugefügt hat, auch stolz wie ein Kriegsveteran...

Freitag, 6. Januar 2012
Der Topfhandschuh ist der Ferrari unter den Geschenken

Bei meinem ersten Besuch mit unserem kleinen Racker bei Toys ´r us bemerkte ich vor kurzem mit Erstaunen, dass es für Kinder motorisierte Fahrzeuge gibt. Quasi der Ferrari unter den Bobbycars. Der Preis war im Vergleich zu anderen Spielsachen - in Kinderdimensionen umgerechnet - vergleichbar luxuriös wie ein echter Ferrari im Vergleich zu einem Kleinwagen.
Ich freue mich daher, dass unser Kleiner auch im Alter von einem Jahr und drei Monaten mit einem Topfhandschuh, der in meiner Hand zu einem sprechenden Spielkameraden namens "Küchi" wird noch genau so viel Spaß hat wie mit einem teuren Geschenk.
Und darüber, dass in der Wahrnehmung von ihm noch immer bei den meisten Geschenken gilt: Die Verpackung ist das eigentliche Geschenk.

Mittwoch, 4. Januar 2012
Säuglinge werden Kleinkinder

Alle Eltern, die wir kennen, "warnten" uns vor: Genießt das erste Jahr mit eurem Baby, es vergeht unfassbar schnell. Stimmt auch. Aber wie unfassbar schnell, das ist für mich immer noch kaum zu glauben. Obwohl ich stets redlich bemüht war, alle herrlichen Momente mit dem kleinen Racker bewusst zu genießen.
Jetzt ist Dennis also offiziell aus dem Baby-Alter gereift zum Kleinkind. Eine Zeit des Übergangs, an dem er die Grenzen gelegentlich noch in beide Richtungen übertritt. Wenn er müde ist und zeigt, dass er bei Mama und Papa am besten schlafen kann, ist er noch wie ein Baby. Und in anderen Momenten wirkt er wie ein kleiner Mann, der erhobenen Hauptes in die Zukunft geht - und das sogar freihändig.

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