Plattformen: PC, PS3, Xbox 360
Dieses Spiel kann auf eine lange Tradition zurückblicken: Das erste Prince Of Persia-Spiel erschien bereits 1989. Seitdem gab es einige teils gelungene und teils weniger gelungene Nachfolger. Vom jüngsten Spross des Adelshauses erwarten Fans natürlich viel, erscheint er doch für die technisch ausgereiften Nextgen-Konsolen und PC.
Der erste Blick sorgt gleich für eine Überraschung: Statt Fotorealismus kommt Prince Of Persia im Comic-Look daher. Trotz des freiwilligen Verzichts auf Realismus wirkt das Game optisch beeindruckend, fast wie ein Gemälde in Bewegung. Kein Wunder, sein technisches „Herzstück“, die Anvil-Engine, kam auch schon im Maßstäbe setzenden Assassin´s Creed zum Einsatz.
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Auch wenn sich der orientalische Prinz im Jahr 2008 in Sachen Grafik deutlich hübscher herausgeputzt hat als in der zweidimensionalen Ur-Version – die Grundidee fürs Gampeplay hat sich seit den Anfängen nicht geändert: Der Spieler muss sich als Schwertkämpfer beweisen und akrobatische Höchstleistungen erzielen, indem er wie ein moderner Parcour-Sportler waghalsig von Fassade zu Fassade springt, sich an Simsen entlang hangelt und über Abgründe klettert.
MÄRCHENHAFTE BEGEGNUNG
Eigentlich will sich der Held zu Beginn der Handlung ein wenig von der Prinzenrolle erholen, doch aus der geplanten Erholung wird nichts. Schuld ist natürlich eine schöne Frau. Als der Prinz die Dame vor ihren Verfolgern rettet, ahnt er noch nicht, in was er da hineingezogen wird. Dass die hübsche Elika Ärger mit ihrer Familie hat, ist nur das geringste Problem. Der zornige Gott Ahriman wird aus dem Baum des Lebens befreit und droht mit der Zerstörung der Welt.
Dass der Prinz seinen Urlaub vertagt, liegt also nahe…
Märchenhafte Gefährtin: Elika
Wie im bereits erwähnten Assasin´s Creed ist die Spielwelt nicht wie ältere Spiele eine Art Labyrinth, aus dem es nur einen Weg gibt, sondern im Gegenteil offen. Da der böse Ahriman die Welt Stück für Stück mit einer schwarzen Substanz vergiftet, dienen diese Zaubermüllhalden dem Prinzen als eine Art Wegweiser, doch kann er frei entscheiden, wohin er geht. Allerdings erst, wenn er das entsprechende Reiseziel durch Heldentaten freigeschaltet hat.
ZAUBERHAFTE ASSISTENTIN
Die charmante Elika weicht dabei nicht von seiner muskulösen Schulter. Diese ist allerdings nicht nur schmückendes Beiwerk, sondern steht mir Rat und Tat zur Seite, egal ob es um Zweikämpfe, Hoch- und Weitsprung an Gebäuden oder um Rätsel geht. So hilft die exotische Schönheit bei misslungen Sprüngen und hat dank ihrer magischen Kräfte auch bei Kämpfen im wahrsten Sinne des Wortes schlagkräftige Argumente. So kommt es des Öfteren vor, dass nicht wie im klassischen Märchen der Prinz die Schöne rettet, sondern die Dame den Retter rettet.
Allerdings sind es die Handlungen des Prinzen, die Elika zu ihren Zauberfähigkeiten verhelfen. Sterben kann der Prinz nicht: In letzter Sekunde rettet Elika ihn immer mit magischen Händen. Damit wollen die Programmierer dafür sorgen, dass Casual Gamer, Ungebübte und Kinder angesichts des Schwierigkeitsgrades nicht so schnell frustriert sind und somit nicht gleich aufgeben, wenn der Held versagt.
Schwertkämpfe dominieren die Handlung
KAMPFSZENEN MIT SCHWERT STATT GEWEHR
Die Schwertkämpfe sind optisch und technisch perfekt inszeniert. Wer einfach nur drauf los schlägt, kommt nicht weit. Vielmehr ist Timing gefragt. Wer aus der Verteidigungsstellung heraus kurze Konter setzt und statt einfacher Hiebe geübte Combos verwendet, meistert seine Gegner. Die KI (künstliche Intelligenz) der Feinde schwankt dabei, je nachdem ob es sich um einen gewöhnlichen Widersacher oder einen Oberbösewicht handelt.
Die Geschlichkeitsszenen sind anspruchsvoll und verlangen vom Spieler neben guten Reflexen das Erlernen von Tastenkombinationen. So hat der kleine Prinz einige Tricks drauf, die er sich wohl bei Keanu Reeves aus der Matrix-Trilogie oder von Spiderman abgeguckt hat – an Wänden und Decken laufen beispielsweise. Ein kleiner Kritikpunkt hier: Zwar sehen die Turnkünste des Kletterprinzen gut aus, doch sind sie auf Dauer ein wenig eintönig. Doch durch die spannende Story bleibt man motiviert, das persische Heldenepos bis zum Ende zu verfolgen.
Prince Of Persia ist alles in allem ein beeindruckender Zeichentrickfilm zum selber spielen. Apropos Film: Der Prinz kommt 2010 auch ins Kino – unter anderem mit Bond-Girl Gemma Arterton.
Fazit:
Der ungewöhnliche Comiclook verwandelt Prince Of Persia in ein Märchen aus 1001 Zockernächten.
| Positiv |
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Märchenhafte Kulisse |
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Grafisch sehr ansprechend |
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Nach Fehlern muss man nicht neu beginnen |
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| Fakten: |
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Genre: Action |
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Systeme: PS3, Xbox360, PC |
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Publisher: Ubisoft |
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| Wertung: |
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Originalität: 3 |
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Kindgerecht: 3 |
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Grafik: 1 |
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Sound: 2 |
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Steuerung: 2 |
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Gesamt: 2 |
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