Howdy, Cowboy! Fred Rai Western-City

Ein Highlight der Western City im bayerischen Dasing: die Süddeutschen Karl May-Festspiele

Ein Highlight der Western City im bayerischen Dasing: die Süddeutschen Karl May-Festspiele

Der Wilde Westen liegt im Süden: Im bayerischen Dasing, nah Augsburg, können Familien die faszinierende Welt der Cowboys und Indianer hautnah erleben.

Cowboys und Indianer sind ein zeitloses Thema für Kinder. Auch die Eltern und Großeltern kennen das Interesse an dem Thema noch aus der eigenen Kindheit. Das macht einen Ausflug in die Fred Rai Western-City zur idealen Zeitreise für Familien.

Schon beim Betreten des Geländes taucht man ein in die Vergangenheit, denn auf dem Stadtplatz gibt es alles, was man aus Westernfilmen und Büchern kennt – Sheriff-Office, Hufschmied und Saloon beispielsweise.

Letzterer ist nicht nur zur Zierde da, sondern bietet drinnen wie draußen Stärkung für kleine und große Western-Fans – von Burgern mit Pommes über Currywurst oder Chicken Nuggets bis zu Kaffee und Kuchen.

Bei unserem redaktionellen Besuch wurde deutlich, dass hier viel Wert auf Frische und Qualität gelegt wird. Ein Lob, was man nicht über jede Freizeitpark-Kulinarik aussprechen kann.

Ein feiner Zug!

High Noon in Dasing ...

High Noon in Dasing …

Eine gute Möglichkeit, sich in authentischer Stimmung einen ersten Überblick darüber zu verschaffen, was die Westernstadt zu bieten hat, ist eine Fahrt mit dem nostalgischen Zug. Dieser führt seine Passagiere im Schritttempo durch das komplette Gelände.

Für echte Wild-West-Stimmung sorgen unter anderem das Indianerlager oder eine mexikanische Kirche. In dieser wurden tatsächlich schon reale Ehen geschlossen. Auch für Filmdrehs und Fotoshootings werden die Kulissen der Western-City gern genutzt. Kein Wunder, denn das ganze Gelände ist spürbar von der Liebe zum Detail und der Liebe zum Wilden Westen geprägt.

Der Friedhof „Boothill“ verströmt morbiden Charme, aber keine Sorge – augenzwinkernder Humo sorgt dafür, dass auch diese Station der Zeitreise für Kinder geeignet ist. Der Name des Friedhofs erinnert übrigens daran, dass Cowboys in ihren Stiefeln begraben wurden.

Mittendrin statt nur dabei

Die historischen Truppen der Nordstaaten waren in Forts wie diesem Zuhause.

Die historischen Truppen der Nordstaaten waren in Forts wie diesem Zuhause.

Das Fort Christoph ist die Heimat der 2nd US Cavalry und kann ebenfalls besucht werden.

Direkt gegenüber befindet sich ein Herzstück von Western City: die Festspiel-Arena. Zu den größten Shows, die dort inszeniert werden, zählen die Süddeutschen Karl May Festspiele.

Im Museum kann man sich über das vielleicht spannendste Kapitel der Geschichte Amerikas anhand von Exponaten aus dem Wilden Westen ein eigenes Bild machen, was man auf diese Intensität nicht durch Geschichtsbücher erfahren könnte.

Ein Kino zeigt – ohne Aufpreis – Westernfilme. Darunter auch die DVD von den Karl May-Festspielen. Empfehlenswert ist dies allerdings eher bei Regen, denn die Westernatmosphäre live zu erleben, ist deutlich aufregender.

Wild-West-Spiele statt Olympiade!

Keine Olympische Disziplin, aber ein großer Spaß: Hufeisenwerfen

Keine Olympische Disziplin, aber ein großer Spaß: Hufeisenwerfen

Zwischen den Shows haben große und kleine Cowboys, Indianer, Rancher und Western-Ladies die Gelegenheit, sich in den sportlichen Disziplinen des Wilden Westens zu versuchen. Damit die Motivation groß ist, erhält man am Eingang einen Spielschein, auf dem man seine Erfolge wie beim Minigolf notieren und mit den Mitstreitern vergleichen kann.

Am Stadtplatz kann man sich im gezielten Hufeisen-Werfen üben. Natürlich wird der Schwierigkeitsgrad an das jeweilige Alter der Teilnehmer angepasst. Und letzten Endes gilt, wie bei der Olympiade: Dabei sein ist alles.

Im Indianerlager dagegen kann man sich der Kunst des Bogenschießens widmen. Wer alle drei Pfeile ins Rote der Zielscheibe trifft,dem ist der Respekt der Indianer und Zuschauer sicher.

Im Trapper-Lager gilt es, beim Messerwerfen die Messer so zu schleudern, dass sie im Brett stecken bleiben. Das gestaltet sich allerdings als deutlich schwerer als geahnt.

Kamele und Pferde

Pferde gehören selbstverständlich zum authentischen Western-Feeling dazu. Doch in der Western-City in Dasing gibt es noch ganz andere Hingucker.

Hinter dem Saloon leben ganz besondere Tiere: Alpakas sind eine domestizierte Kamelart, die ursprünglich aus den südamerikanischen Anden stammt. Sie werden gern in die Shows eingebunden. Zudem stehen sie für geführte Wanderungen zu Kindergeburtstagen zur Verfügung.

Auf Anfrage kann man sie zudem jederzeit besuchen und streicheln.

Das Erbe eines Visionärs

Der geistige Vater von Western-City bei einem Auftritt 2012. Leider ist er 2015 verstorben. Sein geistiges Erbe aber ist in guten Händen.

Der geistige Vater von Western-City bei einem Auftritt 2012. Fred Rai ist 2015 verstorben. Sein geistiges Erbe aber ist in guten Händen.

Der Name Fred Rai Western-City erinnert an den Gründer der kleinen amerikanischen Kolonie, inmitten von Bayern.

Vor mehr als 35 Jahren erfüllte sich Fred Rai mit der Gründung einer Westernstadt seinen Kindheitstraum von Lagerfeuer-Romantik, Pferden und Cowboyliedern.

Gern unterhielt Fred Rai sein Publikum als Westernsänger auf seinem berühmt gewordenen Pferd Spitzbub. Auch über 150 Fernsehshows und viele Country- und Western-Tonträger machten Rai zu einem würdigen deutschsprachigen Erben des Cowboy-Kults.

Seine Vision wuchs über Jahrzehnte Stück für Stück zu einer der imposantesten Western-Locations Deutschlands.

Mit den Süddeutschen Karl May-Festspielen, die seit 2005 in der Festspielarena die größten Werke von Karl May aufführen, hat die Fred Rai Western-City einen Anreiz für   Besucher geschaffen, welche den Themenpark weit über die Region hinaus bekannt gemacht haben.

2015 verstarb der Gründer der Western-City und des Europäischen Pferdeschutzbundes. Rai war überzeugt, dass sich liebgewonnene Menschen und Tiere am anderen Ende der Regenbogenbrücke eines Tages wieder sehen.

Fred Rais Traum lebt weiter – sowohl in der Western-City, die seinen Namen trägt, als auch in dem nach ihm benannten RAI-Reiten. Die Philosophie dieses Reitstils: Harmonie zwischen Tier und Mensch statt Sporen, Peitsche oder Trense.

Winnetou lebt

2016 auf Programm der Süddeutschen Karl-May-Festspiele: Winnetou II

2016 auf Programm der Süddeutschen Karl-May-Festspiele: Winnetou II

2017 finden die Süddeutschen Karl-May-Festspiele bereits zum 13. Mal statt. Noch bis zum 17. September wird der Roman „Winnetou und die Felsenburg“ auf der Bühne lebendig.

Die titelgebende Felsenburg ist ein geheimnisvoller Ort in den Yuma-Bergen. Eine Legende erzählt, dass die letzten Abkömmlinge der Azteken auf ihrer Flucht vor den spanischen Eroberern dort ihre Schätze verborgen haben. Das Volk ist untergegangen, seine Schätze sind geblieben …

Unter der Führung des Mormonen Harry Melton zieht ein Treck deutscher Siedler durch das amerikanisch-mexikanische Grenzgebiet. Der Mormone bietet Old Shatterhand eine Stelle als Buchhalter an. In Old Shatterhand keimt ein furchtbarer Verdacht auf: Er erinnert sich an den Schurken Thomas Melton im Orient. Aus Sorge um seine Landsleute nimmt der Westmann die Stelle an, bleibt jedoch weiter inkognito …

games4family-Insider-Tipps

Rauchende Colts treffen auf rauchenden Bodennebel - auch abseits der großen Showbühne, direkt am Stadtplatz, wird den Gästen Spektakel geboten.

Rauchende Colts treffen auf rauchenden Bodennebel – auch abseits der großen Showbühne, direkt am Stadtplatz, wird den Gästen Spektakel geboten.

  • Bei den Süddeutschen Karl-May-Festspielen sind die Platzkarten nicht an nummerierte Sitzplätze gebunden. Die beste Platzwahl haben also diejenigen Besucher, die den Showbereich früh aufsuchen. Damit einher gehen – gerade an Wochenenden mit schönem Wetter – längere Wartezeiten.
  • Kleine Kinder können von den Geschehnissen bei den Showdarbietungen und den lauten Geräuschen der Schüsse und Explosionen irritiert werden. Wir empfehlen daher einen Besuch der Shows erst ab 6 Jahren, während der Besuch der Westernstadt an sich für jedes Alter geeignet ist. Ob ihr Kind besonders geräuschempfindlich ist, wissen Eltern selbst am besten. Für alle Fälle ist es direkt vor Ort möglich, Ohrstöpsel für die Show zu kaufen.
  • Damit die Erinnerungen an die Western-Stadt für immer lebendig bleiben, empfehlen wir ein Fotoshooting beim dortigen Fotografen. Der Clou: Die Porträtierten dürfen sich originalgetreue historische Kostüme aussuchen, um ihre ganz persönlichen Wild-West-Fotos inszenieren zu lassen.
  • Im Ferienlager können Kinder in den Pfingst- und Sommerferien eine Woche lang Abenteuerferien verbringen.
  • In Blockhäusern vor Ort kann man nächtigen. Das übrigens deutlich komfortabler als im Wilden Westen – unter anderem mit Bad.
  • In der Reitanlage mit 60 Pferden kann man das Glück der Erde auf dem Rücken der Pferde erleben und sich mehr denn je wie ein Cowboy fühlen.
  • Das Tagesprogramm in der Western-City wechselt ständig. Wer also Gefallen an der Zeitreise ins frühe Amerika gefunden hat, für den lohnt sich eine Reise immer wieder.

Webseitewestern-city.de

Fotos: Michael Eichhammer/Treasured Moments Photography