Im Reich der Plastikmenschen: Playmobil Funpark

Im Playmobil Funpark werden Spielwelten lebendig und Kids aktiv. (c) geobra Brandstätter GmbH

Im Playmobil Funpark werden Spielwelten lebendig und Kids aktiv. (c) geobra Brandstätter GmbH

Willkommen im Königreich der Plastikmenschen! Im Playmobil FunPark in Zirndorf bei Nürnberg kommen die kleinen Figuren, die Kinder seit Generationen begeistern, ganz groß raus.

Ein Vergnügungspark ohne Fahrgeschäfte? Klingt auf den ersten Blick seltsam. Doch dahinter steckt eine kluge Philosophie: „Spielen, Bewegen, Erleben“. Will heißen: Statt sich passiv unterhalten zu lassen, können die Kinder im Playmobil FunPark selbst die Dinge in die Hand nehmen, nach eigenem Gusto auf Entdeckungsreise gehen und sich über das Meistern von spannenden Aufgaben erfreuen.

Ein Konzept, das aufgeht: Es ist in der Geschichte des FunParks kein einziger Fall überliefert, in dem ein Kind sich beschwert hätte über das Fehlen von motorisierten Fahrgeschäften – ganz im Gegenteil: Wo man auch hinschaut, sieht man begeisterte kleine Abenteurer, die mit ganzer Seele und vollem Körpereinsatz bei der Sache sind – ob es ums Entern des imposanten Piratenschiffes geht oder ums Steuern eines Floßes, ob in der Westernstadt nach Gold geschürft wird oder das gigantische Baumhaus bis in höchste Höhen erklommen wird.

Jede Spielstation ist einem eigenen Thema gewidmet: In der Löwenritterburg kann man Schaukeln, Rutschen und Klettern und dem Königspaar die Hand schütteln. Vom Burgturm aus hat man einen herrlichen Ausblick auf das gesamte Gelände sowie auf die Umgebung.

Das imposante Piratenschiff lässt sich auf vielfältige Weise entern (c) Redaktionsbüro Eichhammer

Das imposante Piratenschiff lässt sich auf vielfältige Weise entern (c) Redaktionsbüro Eichhammer

Bei den Piraten wartet ein riesiges Flaggschiff, das man in drei verschiedenen Schwierigkeitsgraden entern kann – beispielsweise über eine Hängebrücke oder – für besonders wagemutige Wasserratten – indem man über einen Balken balanciert. Der Ausguck-Mast kann von schwindelfreien Freibeuter-Azubis erklommen werden und das Steuerrad darf man auch selbst in die Hand nehmen. Das Entdecken der Geheimgänge im Schiffsbauch macht den Kindern natürlich auch viel Spaß. Per Seilwinde erreicht man die Robinson-Insel.

Im Abenteuer-Bereich können die Nachfahren von Lara Croft und Indiana Jones riesige Zaubermuscheln erforschen, einen Bergwerkstollen durchwandern, Balancierbrücken und Kletternetze meistern und riesigen Dinosauriern furchtlos gegenüber treten.

Feuchtfröhlicher Abenteuerspielplatz

Bei besonders heißen Temperaturen kann man sich bei diversen Wasserspielplätzen abkühlen – bei der riesigen Arche Noah beispielsweise warten breite Wasserstraßen, in denen man Playmobil-Schiffe jeder Art und Größe steuern kann – von der Piratenfregatte bis zum modernen Frachtschiff. Ein Wasserpilz und ein Wasserfall sowie ein knietiefer Planschbereich warten ebenfalls auf spielfreudige Wasser-Fans.

Neu seit 2013 sind die Power-Paddelboote, die ganz ohne Motor, viel Spaß bereiten.

In der Westernstadt erwartet die Besucher eine Goldmine, in der man sein Glück versuchen kann, ein Sand- und Matschspielplatz, eine Postkutsche und die Herausforderung, sich als Rodeoreiter zu versuchen.

Natürlich kann man im Playmobil FunPark auch die weltbekannten Spielsachen testen: Im Indoor-Bereich HOB-Center können Eltern gemütlich Kaffee trinken, während die Kids die kleine Playmobil-Welt ausgiebig ausprobieren können. Dort befindet sich auch der überdachte Klettergarten, so dass gewährleistet ist, dass für Besucher eine wetterunabhängige Spaßagarantie gewährleistet wird.

Für das leibliche Wohl ist natürlich ebenfalls gesorgt, denn nach all der Action hat man sich in einer Verschnaufspause eine kulinarische Belohnung verdient. Von Burgern und Snacks über die Eisdiele und die Creperie bis zum Restaurantbesuch reicht das Angebot.

Wer einmal hier war, kommt gern wieder. Das ist auch der Park-Philosophie „Spielen, Bewegen, Erleben“ zu verdanken, denn Kinder freuen sich, ihre Fertigkeiten zu testen und weiterzuentwickeln. Zu erleben, dass sie etwas Neues erlernt haben, macht Lust auf mehr. Bestes Beispiel: das Entern des Piratenschiffs. Kinder, die im Vorjahr noch an Mamas Hand über die Hängebrücke an Bord gingen, sind stolz, wenn sie beim Besuch ein Jahr später schon allein über den Balancierbalken das Deck erreichen.

„Bei uns werden Kinder in verschiedenen Altersstufen abgeholt und haben die Möglichkeit, altersgerecht ihre Fähigkeiten auszutesten“, erklärt Lisa Stadi von der Playmobil Presseabteilung in unserem Interview. „Die Kernzielgruppe des FunParks sind Kinder zwischen drei und zehn Jahren.“ Und so wie Playmobil-Spielzeug sich an Mädchen und Jungs gleichermaßen wendet, ist der FunPark auch für beide konzipiert.

Die Geschichte des FunParks

Auch Dino-Fans können hier Großes erleben (c) Redaktionsbüro Eichhammer

Auch Dino-Fans können hier Großes erleben (c) Redaktionsbüro Eichhammer

Seit dem Jahr 2000 gibt es den FunPark. Eine Idee, die mit den Jahren gewachsen ist. Nicht zuletzt aufgrund des Feedbacks von Eltern. Herzstück des Parks war der Playmobil Shop. Eltern regten an, dass es eine tolle Idee wäre, wenn Kinder die Möglichkeit hätten, das Spielzeug vor Ort zu testen. Am besten im Freien. Der Rest ist Geschichte.

Gut übrigens, dass der Playmobil-Inhaber Horst Brandstätter, der in diesem Jahr im FunPark seinen 80. Geburtstag feierte, begeisterter Golfer ist, denn so entstand der FunPark auf dem Gelände eines ehemaligen Golfplatzes.

Playmobil Hotel

Es gibt zwar auch ein Playmobil-Ferien-Hotel, doch die Rede ist in diesem Fall von einer Bleibe für echte Reisende: Seit 2002 bietet das Playmobil Aparthotel 28 Zimmer mit je 38 Quadratmetern Wohnfläche. Von dort aus sind es nur wenige Schritte bis zum Park. Früh buchen macht Sinn, denn zur Hauptsaison ist das Hotel schnell ausgebucht.

Eintritt und Öffnungszeiten

Eintrittspreise: je nach Saison zwischen 7 € und 10 € pro Person (Kinder unter 3 Jahren und Geburtstagskinder erhalten freien Eintritt)
Empfehlenswert für alle, die wiederkommen wollen, ist die Saisonkarte zum Preis von 35 € pro Person

Fazit

Für große und kleine Playmobil-Fans ist der FunPark immer eine Reise wert. Besonders gefallen hat uns die Idee, passive Fahrgeschäfte wegzulassen. Denn wie beim Spielen mit Playmobil-Figuren ist auch im FunPark die kindliche Neugier und Fantasie der Motor des Vergnügens.

Weitere Infos: playmobil-funpark.de