Intruders: Hide and Seek

Ein Virtual Reality-Thriller für erwachsene Gamer: „Intruders: Hide and Seek“ (Daedalic Entertainment)

Dieses Versteckspiel ist nichts für schwache Nerven: Dank Virtual Reality-Technik erlebt man das Geschehen von „Intruders: Hide and Seek“ hautnah. Das Game für die PS VR-Datenbrille ist ein interaktiver Psycho-Thriller. Und obwohl die Protagonisten selbst Kinder sind, ist der Titel für junge Gamer unter 16 Jahren nicht geeignet.


Dass die Hauptfiguren noch minderjährig sind, trägt allerdings zur beklemmenden Atmosphäre bei. Zunächst spielen die beiden Geschwister, welche die Hauptrolle in dem nervenaufreibenden Krimi-Adventure übernehmen nur Verstecken, doch bald wird daraus bedrohlicher Ernst.

Denn statt miteinander zu spielen, muss sich das scheinbar wehrlose Duo gegen Erwachsene wehren …

Alles muss versteckt sein …

Daedalic Entertainment aus Deutschland und der spanische Indie-Game-Entwickler Tessera Studios erzählen einen interaktiven Thriller mit Gänsehaut-Garantie.

In „Intruders: Hide and Seek“ brechen drei gefährliche Eindringlinge in ein Ferienhaus auf dem Land ein. Sie nehmen die Familie Richter gefangen.

Spieler schlüpfen in die Rolle von Ben, dem älteren Bruder, der seine Schwester und die Eltern retten will.

Er konnte sich noch rechtzeitig verstecken und ist nun mit den Eindringlingen im Haus eingesperrt. So viel sei verraten: Wer die Verbrecher sind und was sie wollen ist ebenso spannend wie der Versuch, unentdeckt die Familie zu retten.

Schleichende Entwicklung

Ohne jegliche Konfrontation mit den übermächtigen Gegnern muss sich der Spieler unbemerkt durch das Haus bewegen.

Ben darf niemals entdeckt werden. Sonst heißt es „Game Over“ in einem Spiel, dass sich bedrückend echt anfühlt.

Das liegt zum einen an der VR-Technik, die den Gamer von der Außenwelt abschottet, zum anderen unterstützt die Story und die Ego-Perspektive die Immersion – also das Eintauchen in das Geschehen.

Der Spieler nimmt die Haltung und Wahrnehmung eines Zehnjährigen an und fühlt sich hilfloser als es bei den überlebensgroßen Helden üblicher Videospiel- und Filmklischees der Fall wäre.

Fazit

Das nervenaufreibende, vierstündige Geiseldrama aus Ich-Perspektive wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Playstation Talent Award, SXSW Best Gaming Pitch Award und F&S Premio Titanium Award.

Eine PC-Version mit VR-Unterstützung folgt Ende 2019.