Klein wird oho: Miniland München

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400 Quadratmeter groß ist das Miniland. Viel Raum, um die grenzenlose Fantasie seiner Erbauer hautnah erleben zu können.

Manche Länder sind immer eine Reise wert. Das gilt auch für das Miniland, welches nahe München liegt. „Ein ganzes Land voller Freude und Fantasie“ verspricht die imposante Modellbau-Anlage, die Groß und Klein gleichermaßen anzieht.

Mit einer über 34-jährigen Historie ist die erste Modellbahn-Schauanlage Deutschlands etwas ganz besonderes. Faszinierend sind die Züge und die dazu gehörigen Landschaften sowohl für Kinder als auch für Erwachsene.

Auf 400 Quadratmetern sind mit viel Liebe zum Detail kleine Szenen erbaut, die stetig wachsen oder erneuert werden. So wird das Miniland beispielsweise von 11.000  Miniaturfiguren bewohnt. 1.400 Modellbahn-Gebäude wurden errichtet, 6.600 Lämpchen sorgen für Atmosphäre, 17.000 Autos bieten Alternativen zur Bahnreise und 294 Weichen für spannende Zugfahrten werden gestellt.

Satt sehen kann man sich daher nie auf einer Sightseeing-Tour durchs Miniland.

Eisenbahnanlage auch für Modellbau-Muffel

Zugegeben: Nicht jeder interessiert sich für Modelleisenbahnen. Das Gute am Miniland: Man muss sich nicht mal zwingend für das Thema an sich interessieren, um hier überraschend viel Spaß zu haben, denn die Erkundung der unterschiedlichsten Landschaften und kleinen Szenen im Hintergrund machen auch Laune, wenn man dem Schienenverkehr an sich wenig abgewinnen kann.

Dazu tragen auch digitale und mechanische Hightech-Spektakel wie der Flug einer großen Passagiermaschine nebst Start und Landung auf dem Flughafen bei.

Sounds und der Wechsel von Tag und Nacht sorgen ebenso für Stimmung.

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Die kleinsten Besucher wollen nicht nur gucken, sondern auch anfassen. Das sollte natürlich nicht an der empfindlichen Anlage selbst geschehen, sondern im eigenen Spielbereich. Dort befindet sich eine riesige Holzeisenbahn-Spielwelt, in der Kinder nach Herzenslust selbst Lokführer spielen sowie eigene Streckenführungen erbauen können.

Die Größeren können mit der elektrischen Eisenbahn einmal selbst Lokomotiv-Führer sein.

Fazit: Ein perfektes Familien-Ausflugsziel bei Indoor-Wetter!

Technik-Chef Klaus

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Für die meisten sind Modelleisenbahnen ein Hobby. Einer allerdings hat es zum Beruf gemacht. Der 56-jährige Klaus ist verantwortlich für die Technik im Miniland und sorgt dafür, dass die Modellbau-Welt mit allerlei digitalen und mechanischen Tricks lebendig wird.

Das alles passiert natürlich für die Zuschauer-Augen unsichtbar hinter den Kulissen, wie unser Foto zeigt.

Dahinter steckt viel Arbeit. Als die erste kommerzielle Modelleisenbahnanlage 2008 vom Allgäu nach München umgezogen wurde, stand man im Süden erst einmal vor einigen Rätseln, denn der Erbauer hatte keine Daten hinterlassen und die Technik war zum Teil sehr veraltet.

Klaus dachte sich daher: „Wir machen Nägel mit Köpfen“ und machte sich daran, alles zu erneuern, was ihm als obsolet erschien.

Frei nach dem Motto ´Es werde Licht´ wurden so beispielsweise ein spektakuläres Feuerwerk sowie Zug- und Haus-Beleuchtungen mit Digitaltechnik in ein neues Zeitalter transportiert.

Die Weichen wurden in der Kindheit gestellt

Als Kind beschränkte sich die Modellbau-Faszination für Klaus auf das Fahren, später kam das Basteln dazu. Den gelernten Beruf des Fernsehtechnikers hängte er später zu Gunsten des alten Kindheitstraums an den Nagel. Nun ist das Miniland zu seiner Vollzeit-Passion geworden.

„Die Anlage wächst stetig und wird immer wieder restauriert“, erzählt er. „Beispielsweise werden gerade alte Bäume aus den Achtziger Jahren ersetzt, kahle Stellen durch frisches Grün ausgetauscht oder unzählige neue Laternen installiert. Man kann sich da sehr verkünsteln, wenn man eine Liebe zum Detail hat. Ich sage mal so: Die Industrie macht eine Sektflasche auf, wenn wir anrufen, denn sie wissen: Das wird immer eine große Sammelbestellung.“

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Die erwähnte Liebe zum Detail ist teilweise so ausgeprägt, dass sogar an Dingen gearbeitet wird, die den Besuchern selbst nicht auffallen. „Das wird schnell zum modellbauerischen Fanatismus“, beschreibt Klaus den Sucht-Faktor seiner Leidenschaft.

Er nennt ein Beispiel: „Ich habe einmal eine Kollegin mit einer Pinzette arbeiten gesehen und wunderte mich, was sie da macht. Sie baute ein Mini-Papierschiff, welches später eine kleine Spielfigur an einem Faden in einen Modellbau-See halten sollte. Etwas, was andere Leute vermutlich nicht einmal sehen würden…“

Derzeit unter anderem im Bau: ein schwebender Ballon, eine Seilbahn, realistisches Glockengeläut und ein in Licht gebadetes U-Boot. Es wird im Gespräch schnell deutlich: Das Miniland wird nie langweilig. Weder seinen Schöpfern noch den Gästen.

Mehr Fotos von unserem Besuch im Miniland auf der games4family.de-Facebook Fanpage

Adresse

Miniland
Hürderstraße 4
85551 Kirchheim / Heimstetten 

Internet: miniland.de