Licht zum Lesen: Bücher für bessere Fotos

Low Budget Shooting

Autor: Cyrill Harnischmacher
Verlag: dpunkt

Fotografie ist ein Spaß. Aber ein teurer Spaß. Vor allem, wenn man Produkte namhafter Hersteller kauft.

Es geht aber auch billiger. Zumindest, wenn man ein wenig handwerkliches Geschick mitbringt und sich die Kreativität nicht nur auf die Bildkomposition beschränkt, sondern man auch mit einfachen Mitteln eigenes Equipment basteln kann.

Man muss zum Bau von Fotozubehör kein unehelicher Sohn von MacGyver sein, wie das Buch „Low Budget Shooting“ beweist. Der Untertitel „Fotozubehör einfach selbst gebaut“ hält, was er verspricht.

Der Autor Cyrill Harnischmacher geht dabei auf verschiedene Studio-Größen und individuelle Anforderungen ein, denn nicht jeder Fotograf braucht das gleiche Equipment. So wird dem passionierten Amateur, der das Wohnzimmer mal schnell in ein Studio verwandeln – und die Spuren der Partnerin zuliebe ebenso schnell wieder verschwinden lassen –  will, ebenso geholfen wie dem Profi, der auf sein Budget achtet und nicht einsieht, warum er überteuerte Produkte kaufen soll, die er selbst bauen kann.

Das Angebot reicht vom Aufnahmetisch über In- und Outdoor-Lichtzelte bis zu Reflektoren, Softboxen und Striplights in Eigenbau. Weiches Licht und ein Diffusor to go? Auch das ist denkbar.

Über den Autor: Nach einem Studium der freien Kunst und einigen Jahren als Grafiker in Werbeagenturen
hat Cyrill Harnischmacher sich selbstständig gemacht. Er schreibt für Fachzeitschriften über
Themen aus dem Bereich Fotografie und digitale Bildbearbeitung und gestaltet Bücher für diverse
Verlage. Beruflich kennt er beide Seiten der Fotografie, als Auftraggeber und als Fotograf. Sein
Interesse gilt vor allem der Makro- und Tabletop-Fotografie und unkonventionellen technischen Lösungen.

Der fotografische Blick

Autor: Michael Freeman
Verlag: mitp

Selbst die beste, teuerste und modernste SLR bringt nichts, wenn hinter der Kamera jemand steht, der kein Auge fürs Betrachten hat. Die Fähigkeit, das Potenzial für ein starkes Bild zu erkennen und daraufhin die grafischen Elemente zu einer effektiven und überzeugenden Komposition zu organisieren, waren immer schon die wichtigsten Handfertigkeiten eines Fotografen.

Der Blick für das Motiv mag zwar oft das Ergebnis eines Naturtalents sein, dennoch kann man ihn auch schulen.

Das Buch „Der fotografische Blick“ widmet sich daher dem ganz speziellen Thema „Komposition und Design“.

Der Inhalt spricht nicht nur Anfänger und ambitionierte Semi-Profis an, sondern auch Profis, die ihr Potenzial voll ausschöpfen wollen und den Blick für die Bildkomposition, Farben, Formen sowie Licht und Schatten schärfen wollen.

Neben der traditionellen Bild-Komposition, die teilweise noch auf die Malerei zurück geht und während der Aufnahme relevant ist, geht der Autor Michael Freeman auch auf die Möglichkeiten der Bildgestaltung durch die digitale Bildbearbeitung ein.

Zu den wichtigsten Aspekten der Komposition zählt es, die Situationen und Standorte vor dem Abdrücken zu erkunden, um die beste Ausgangsposition für die perfekte Perspektive und Gestaltung zu finden.

Beispiele und schematische Illustrationen zeigen, wieso ein Foto gelungen ist. Ein besonderes Aha-Erlebnis: Schon kleinste Veränderungen wie ein anderes Objektiv oder das Neigen oder Kippen der Kamera kann große Wirkung erzielen und die Botschaft des Bildes radikal verändern.

Leser sind nach der Lektüre mit den Zutaten für eine gute Bildkomposition gewappnet und sind dank der Anregungen inspiriert für neue Ideen.

Über den Autor: Michael Freeman ist ein international bekannter Fotograf und Autor, der sich auf Reise, Architektur und asiatische Kunst spezialisiert hat. Er arbeitet für renommierte Magazine wie National Geographic und hat bereits mehr als 20 Fotografie-Bücher geschrieben.

Posen, Posen, Posen

Autor: Mehmet Eygi
Verlag: Galileo Design/Rheinwerk

Ein „Buch für Fotografen und Models“ gleichermaßen will „Posen, Posen, Posen“ sein. Und natürlich kann man auch fürs private Fotoalbum von diesem Wissen profitieren.

Fotografen finden darin Anregungen, wie sie ihre Models so „dirigieren“, dass deren Gestik und Mimik besonders ausdrucksstarke Bilder unterstützt.

Models finden Inspirationen, wie sie sich selbst aktiv ins rechte Licht setzen können

Amateure sowie Semi-Profis finden endlich Antworten auf Fragen wie: Wohin mit den Händen? Wie drehe ich mich zur Kamera, um möglichst schlank zu wirken? Wie verstecke ich meine Schönheitsfehler und betone meine Schokoladenseiten?

Natürlich ist nicht jede Pose für jeden Anlass die richtige. Deshalb ist beispielsweise die Sektion Frauen unterteilt in Fashion, Dessous, Nude und Plus Size. Auch für Männer gibt es spezielle Posen, unterteilt in Fashion, Sport und Business.

Eigene Bereiche widmen sich originellen Posen für Paar-Shootings, Schwangere und Familien.

Das Buch erweist sich als reiche Schatztruhe an Anregungen für alle erdenklichen Models und Sujets.

Fazit: Ein Musthave für People-Fotografen!

Profibuch Canon Speedlite

Autor: Christian Bartz 
Verlag
: Franzis

Speziell an die Canon-Fans wendet sich der Blitz-Guide „Profibuch: Canon Speedlite“.

Die Speedlite-Serie deckt, je nach Modell, die komplette Palette des firmeneigenen Angebots von Canon-Blitzen ab – vom ambitionierten Amateur bis zum Vollprofi.

Beide Zielgruppen werden auch von dem Buch angesprochen. Anfänger lernen, wie sie mit dem zusätzlichen Equipment korrekt belichten und auch schwierige Momente meistern, Profis finden kreative Anregungen, um mit Hilfe des Blitzes noch mehr aus ihren Ideen zu machen.

Das „Profibuch: Canon Speedlite“ zeigt nicht nur, wie man klassische Fehler vermeidet, die für den schlechten Ruf von Blitzgeräten unter Laien verantwortlich sind, sondern auch, wie man sein Blitzsystem nutzt, um beeindruckende Ergebnisse zu erzielen, die ohne dessen Hilfe unmöglich wären.

Thematisch deckt das Buch alle Bereiche ab, von Porträt über Natur bis zur Makro-Fotografie oder dem speziellen Bereich der Hochzeitsfotografie.

Autor und Fotograf Christian Bartz hat viel Wert auf nachvollziehbare Beispiele gelegt. Die Fotos im Buch zeigen leicht nachvollziehbar, welche Bildwirkung mit welchen Einstellungen erreicht wird und regen zur Nachahmung und eigenen Ideen an.

Autor: Tilo Gockel
Verlag: dpunkt

Die Geschichte der Blitzfotografie ist eine Geschichte voller Missverständnisse. Zumindest aus Laiensicht.

Die meisten Amateure erliegen entweder dem Irrglauben, das Blitzlicht würde die natürliche Lichtstimmung ruinieren oder haben Berührungsängste vor der Komplexität des Themas.

Beide Sorgen sind unbegründet. Sie haben allerdings etwas miteinander zu tun, denn der wahre Kern der Klischees ist: Nur wer sich mit der Blitzfotografie auskennt, kann mit Blitzen bessere Ergebnisse erzielen als ohne.

Ein guter Einstieg in das Thema ist „Just one flash“, denn der Leser muss hier kein mit Lichttechnik überhäuftes Fotostudio sein eigen nennen, sondern lediglich ein einziges Blitzgerät.

Leser erfahren nicht nur die Klassiker wie das Vermeiden von roten Augen oder greller Überbelichtung (also die Urängste der Laien), sondern vor allem, wie man kreativ mit dem Blitz umgeht und spektakuläre Kompositionen mit wenig Equipment erzielt.

Unter anderem: Porträt-Foto „Express“ per Bouncing, Arbeiten mit einem weißen Schirm oder Softbox, High ISO-Fashion-Shoot, Beauty Dish und Offenblende, Powder Shoot, Stroboskopeffekte, Food-Fotos für Blogger und vieles mehr.

Der Autor Tilo Gockel hat im Gebiet Bildverarbeitung promoviert, schreibt für Fachzeitschriften und unterrichtet an der Hochschule Aschaffenburg Signalverarbeitung und Technische Fotografie.

Mehr: fotopraxis.net