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Kinder freuen sich immer, wenn Mama oder Papa ihnen eine Geschichte vorlesen.
Umso schöner, wenn die Story nicht nur vorgelesen wird, sondern der eigenen Phantasie der Erzähler entstammt.


Träumen Sie auch davon, ihre Ideen zu Paper zu bringen? Nur Mut!

Schließlich entstanden viele der berühmtesten Kinderbücher der Welt ursprünglich als ganz private Geschichten für kleine Zuhörer.

Pu der Bär beispielsweise. Der Autor Alan Alexander Milne schrieb die Geschichten über den „Bären von sehr geringem Verstand“ für seinen kleinen Sohn Christopher Robin Milne, dessen Stofftiere als Vorbilder für die Figuren des Buches dienten.

Astrid Lindgren erfand die Geschichten über Pippi Langstrumpf, als ihre Tochter Karin krank im Bett lag. Das Manuskript war ein Geburtstagsgeschenk für Karin.

Auch Lewis Carrolls Alice im Wunderland entstand nicht mit der Absicht, ein Buch zu veröffentlichen, sondern war inspiriert durch eine Geschichte, die der Autor drei Mädchen während einer Bootsfahrt auf der Themse erzählte. Carroll war sich zunächst nicht sicher, ob er diese Idee publizieren sollte. Hätte er sich falsch entschieden, wäre die Literatur um einen Klassiker ärmer.

Wer Mut braucht, um den Schritt zu wagen, zu dem auch Lewis Carroll erst überredet werden musste, dem sei „Kinder- und Jugendbuch schreiben und veröffentlichen“ von Heidemarie Brosche empfohlen.
Die Autorin weiß, wovon sie schreibt, denn sie hat zahlreiche Kinderbücher in namhaften Verlagen veröffentlicht.

Tipps aus dem Buch:

Gegen Anfänger-Zweifel oder – mindestens genau so fatal – Anfänger-Selbstüberschätzung hilft:

- Lassen Sie ihren text eine Weile liegen, ehe Sie ihn wieder lesen.

- Lesen Sie ihn sich oder anderen laut vor

- Lassen Sie sich die Geschichte von einem anderen laut vorlesen

- Unterziehen Sie Ihre Geschichte einem kritischen Kreuzverhör und stellen Sie sich so ketzerische Fragen wie: Wer soll meine Geschichte kaufen? Warum sollte er sie kaufen? Bringt die Geschichte etwas Neues, Originelles, Besonderes.

Vorsicht vor Trends!
„So erfolgreich aktuelle Themen eine Weile sind, irgendwann lässt das Leserinteresse nach. Und dann verkaufen sich gerade diese Themen eben gar nicht mehr. Wer vor hat, sich einen aktuellen Trend anzuschließen, sollte auch bedenken, dass Bücher üblicherweise eine lange Vorlaufzeit haben. Das heißt, vom Zeitpunkt der Manuskriptannahme bis zum Erscheinungstermin können Jahre vergehen.“

Drei goldene Regeln:
„Üben Sie das Schreiben, indem Sie schreiben – möglichst jeden Tag.
Schaffen Sie Distanz zu Ihren eigenen Texten.
Informieren Sie sich über die aktuelle Kinderliteratur.“
Kinder- und Jugendbuch schreiben und veröffentlichen
Heidemarie Brosche
Autorenhaus Verkag

Man kann ohne Übertreibung sagen, dass das Buch alle wesentlichen Aspekte rund um das Thema Kinderbücher schreiben erklärt. Zudem ist es – wie man es von einer erfolgreichen Autorin erhofft – in unterhaltsamer und zum Schreiben ermunternder Weise formuliert.
Nur eines wird man nicht finden: Ideen für die eigene Story. Zu Recht, denn genau das ist der einzige Aspekt der Entstehung eines Buchprojekts, den man nicht lernen kann – Fantasie und Kreativität ist eine Gabe, kein Handwerk.

In manchen Kapiteln kommen Gastautoren zu Wort. Beispielsweise „Fünf Thesen zum Schreiben von Kinderbüchern“ von Peter Härtling oder „Kinderfiguren im Wandel“ von Kirsten Boie.

Aus dem Inhalt:
Handwerk (Wortschatz, Zeit, Grammatik, Stil, Figuren, etc…)
Was wollen Verlagslektoren?
Mit Illustrationen anbieten?
Das Exposé
Als Autor auf Buchmessen
Honorare


Nicht nur für Anfänger ist das Buch interessant, denn Heidemarie Brosche plaudert auch aus dem Nähkästchen ihrer eigenen Karriere. Hilfreich beispielsweise bei der Vorbereitung auf den ersten Fernsehauftritt als Erfolgsautor oder Autorin… Mit diesem Buch kommt man diesem Ziel ein großes Stück näher!