Sicherheitsdienst im Kasten: Überwachungskamera im Test

Klein, aber oho: Die VisorTech-Kamera ist schnell installiert und erlaubt den Zugriff per Handy - überall auf der Welt. (Foto: Pearl)

Klein, aber oho: Die VisorTech-Kamera ist schnell installiert und erlaubt den Zugriff per Handy – überall auf der Welt. (Foto: Pearl)

Kein Kinderspielzeug, aber kinderleicht installiert: Die Überwachungskamera NX-4413 von VisorTech spendet ein Gefühl von Sicherheit für wenig Geld.

Eine Überwachungskamera muss nicht teuer sein. Das beweist die VisorTech NX-4413, die bei Pearl.de derzeit für 89,90 Euro bestellt werden kann. Doch gibt es für diesen Preis schon ein sicheres Gefühl? Wir haben das Produkt ausführlich getestet und so viel sei gleich vorab verraten: Die Antwort lautet „ja“.

Klein, ja geradezu unscheinbar sieht sie aus. Die Magnet-Halterung nicht mitgerechnet sind die Maße: 52 x 66 x 80 mm. Das Gewicht liegt bei 215 Gramm, inklusive der Batterien.

Doch die VisorTech-Überwachungskamera hat mehr drauf als man ihr ansieht. In schickem Weiß ziert sie zudem die Hausfassade und ist aufgrund ihrer kompakten Maße dezent. Dennoch setzt sie gegenüber ungebetenen Gästen ein unmissverständliches Signal: Hier wacht jemand über Wertvolles, also komm gar nicht erst auf dumme Ideen …

Leicht anzubringen, leicht zu bedienen

Die Installation ist auch für Laien schnell geschehen. Dazu trägt auch die Gebrauchsanleitung bei, vor allem aber die magnetische Halterung an Wand und Decke.

In kürzester Zeit hängt die Kamera da, wo sie den besten Blick auf das zu schützende Objekt hat – sei es das Eigenheim, die Garage oder das Büro.

Das Beste daran: Es müssen keine Kabel aufwendig verlegt werden, denn das Gerät lässt sich per Batteriebetrieb einsetzen.

Zwar ist die Kamera relativ robust, was Wind und Wetter angeht und wird vom Hersteller als „wetterfest“ bezeichnet, doch wenn möglich, sollte sie nicht direkt ungeschützt im Freien hängen, sondern möglichst unter dem Schutz eines Vordaches oder einer ähnlichen wetterfesten „Abschirmung“ angebracht werden.

Ebenso intuitiv wie der Einbau ist die Bedienung der App. Sind Smartphone oder Tablet und die Kamera erst einmal synchronisiert, kann man die Cam per App bedienen. Beispielsweise lässt sich die Lautstärke des Mikrofons individuell einstellen und die Empfindlichkeit des Bewegungsmelders.

Die Bewegungserkennung aktiviert gegebenenfalls eine automatische Aufnahme mit einem Beweisvideo. Das Video wird dann in HD-Qualität auf die Speicherkarte aufgezeichnet und lässt sich auch per Fernzugriff auf dem Handy oder Tablet betrachten.

Die Aufzeichnungsdauer kann man nach Gusto wählen.

Versteckte Kamera

Dazu gekauft werden muss eine nicht zum Lieferumfang gehörige Speicherkarte. Die gibt es mittlerweile schon für kleines Geld. Benötigt wird eine microSD(HC/XC)-Karte bis zu 128 GB.

Damit ein Optimum aus Bildqualität bei geringem Speicherbedarf erreicht wird, werden die Videos komprimiert. So kann die Speicherkarte bis zur nächsten Löschung recht lange in Betrieb bleiben.

Die Auflösung liegt bei 1280 x 720 Pixel (entspricht bei TV-Geräten HD 720p) und bei 30 Bildern/Sekunde.

Mit einer Brennweite von 2 mm und Blende f/2.8 steht eine lichtstarke Optik zur Verfügung.

Kabellos und weltweit einsatzbereit

Ob Parkplatz oder eigener Garten: Die Kamera zeigt auf Wunsch in Echtzeit, was gerade vor Ort zu sehen ist. Auch wenn der Besitzer ganz woanders ist. (Fotos: Pearl)

Ob Parkplatz oder eigener Garten: Die Kamera zeigt auf Wunsch in Echtzeit, was gerade vor Ort zu sehen ist. Auch wenn der Besitzer ganz woanders ist. (Fotos: Pearl)

Die App zur Cam steht gratis zur Verfügung und ist bei Google Play und im App Store erhältlich.

Dank Batteriebetrieb verrichtet die Überwachungskamera ihren Wachdienst unabhängig vom Strom aus der Steckdose. 

Nicht nur im Urlaub praktisch: Live-Bilder vor Ort können direkt aufs Smartphone oder Tablet übertragen werden. Überall auf der Welt, wo der Besitzer W-LAN zur Verfügung hat, kann er dank der App in Echtzeit verfolgen, was gerade bei seinem schützenswerten Objekt geschieht. Im Idealfall natürlich: nichts.

Falls doch Bewegungen registriert werden, bekommt man auf Wunsch eine Push-Benachrichtigung aufs Mobilgerät.

Diese Kamera schäft nie

Bis zu 7 Meter Reichweite mit einem Erfassungswinkel von 130° bietet die Cam.

In dieser Preisklasse nicht selbstverständlich: Die „Augen“ des kleinen Sicherheitsdienstes sehen auch nachts klar. Die Infrarot-Nachtsicht-Technik reicht bis zu 5 Meter weit. Acht Infrarot-LEDs bringen Licht ins Dunkel.

Laut Pearl.de sind im Batteriebetrieb (4 Batterien oder Akkus Typ AA / Mignon) bis zu 6 Monaten Laufzeit am Stück möglich. Alternativ ist ein Betrieb per optionalem Micro-USB möglich.

Sowohl Batterien als auch USB-Netzteil müssen separat bestellt werden.

Fazit

Mehr als ein Gadget für große Kindsköpfe: Die NX-4413 von VisorTech bietet trotz des kleinen Preises nicht nur alles, was Einsteiger sich von einer Überwachungskamera wünschen, sondern einige Bonus-Features mehr, die man eigentlich nur von den hochpreisigeren Modellen erwarten würde.

Wenn es um die Einfachheit der Inbetriebnahme, die Bildqualität und das faire Preis-/Leistungs-Verhältnis geht, ist das Modell derzeit unsere Empfehlung.

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