Wörterbuch Eltern – Videospiele


Sie verstehen nur Bahnhof, wenn ihre Kinder sich über Spiele unterhalten? Dann ist unser Lexikon mit populären Fachbegriffen und Abkürzungen aus der Games-Szene genau das richtige für Sie!

Wenn Sie also beim nächsten Fachgespräch Ihrer Kids mitreden wollen, studieren Sie unser exklusives Online-Wörterbuch Eltern – Games, Games – Eltern!

Add-on

Ein Add-on ist eine Erweiterungssoftware für ein bestehendes Spiel. Das ursprüngliche Spiel wird dadurch nicht grundlegend verändert, sondern lediglich um neue Inhalte (zum Beispiel neue Handlungsstränge, weitere Figuren und Orte) ergänzt. In der Regel sind Add-ons kostenpflichtige Programme und nur funktionsfähig, wenn man zuvor das Basisspiel erworben hat.

Adventure

Adventures sind ein Games-Genre. Man könnte Adventure als Abenteuerspiel übersetzen. Typischerweise sucht der Spieler in einem Adventure nach Gegenständen und Informationen, die es ihm erlauben, Rätsel zu lösen und somit die Handlung voranzutreiben. Die Gegenstände, die man bei sich trägt („Inventar“ genannt), an dem dafür vorgesehenen Ort anzuwenden oder mit anderen Gegenständen zu kombinieren, ist ofr ein zentrales Element des Gameplay. Hinweise kann der Spieler beispielsweise durch Briefe und andere Dokumente erhalten oder durch Gespräche mit anderen Figuren.

Vom Aufbau her ähneln Adventures also oberflächlich einem Detektiv-Krimi. Jedoch muss es sich inhaltlich nicht zwingend um einen Kriminalfall handeln. Im Gegenteil setzen viele Adventures auf schräge Charaktere, humorvolle Dialoge und eine skurrile Handlung, um das Rätselraten spannend zu machen.

Blu-ray Disc

Die Blu-ray Disc ist ein digitales optisches Speichermedium und ein Nachfolger der DVD. Als Namensgeber diente die Farbe des Lichtstrahls des verwendeten Lasers – ein blauer Strahl, englisch blue ray.

Eine Scheibe mit einer Lage fasst bis zu 25 GigaByte und mit zwei Lagen bis zu 50 GigaByte an Daten – eine herkömmliche DVD bietet lediglich 4,7 GB Speicherkapazität.

Casual Games

Eine Typologie von Spielern unterscheidet zwischen Hardcore Gamern und Casual Gamern. Während erstere per definitionem sehr regelmäßig und intensiv am PC oder einer Konsole zocken, sind Casual Gamer Gelegenheitsspieler. Zum Modewort der Spielebranche ist der Begriff geworden, weil mittlerweile das Motto gelten kann: Jeder ist ein Spieler. Tatsächlich sind Spieler heute nicht mehr notwendigerweise einer bestimmten Altersgruppe oder anderen soziologisch greifbaren Kategorien zuzordnen. Spätestens seit ein Spiel wie Wii Sports zur Reha bei Rentern zum spielerischen Einsatz kommt, ist klar, dass Videospiele mehr sind als Kinderkram.

Casual Games (Gelegenheitsspiele) wenden sich bewusst an die Zielgruppe der Casual Gamer. Mit leichter Zugänglichkeit, intuitiver Steuerung, kooperativem Gameplay und schnellen Erfolgserlebnissen zielen diese Spiele insbesondere auf Personen ab, die eine kurzweilige Unterhaltung ohne langwierige Lernphase suchen.

Educational Games

-> siehe Serious Games

Ego-Shooter

Die Ego-Perspektive (Ich-Perspektive oder anglizistisch First Person-Perspektive) ist die Bezeichnung für eine beliebte Kameraperspektive bei Spielen. Während in der Third-Person-Perspektive die Bewegungen des gesteuerten Charakters von außen beobachtet werden (beispielsweise in der beliebten Tomb Raider-Serie mit Heldin Lara Croft), erlebt der Spieler in der Ego-Persepktive das Geschehen quasi durch die Augen der Spielfigur.

Fans schätzen an dieser Perspektive den hohen Grad der Immersion, da so die Illusion verstärkt wird, selbst handelnd die Position der Spielfigur einzunehmen und ganz in die virtuelle Welt einzutauchen, anstatt diese nur von außen zu beobachten. Wegbereiter für diese Sichtweise waren die Ego-Shooter, also Ballerspiele. Doch nicht immer, wenn die Ego-Perspektive zum Einsatz kommt, wird auch scharf geschossen. Dass es auch anders geht, beweisen Spiele wie Mirror´s Edge.

Jump´n´Run

Ein Spielegenre, bei dem die Spielfigur sich traditionellerweise springend (Jump) und rennend (Run) bewegt. Der Spieler muss dabei Geschicklichkeit, Präzision und Timing beweisen, da es oft gilt, im richtigen Augenblick an die richtige Stelle zu hüpfen oder zu laufen und dabei Gegnern oder Objekten auszuweichen beziehungsweise wertvolle Gegenstände einzusammeln.

Level

Was im Buch das Kapitel ist und im Film die Szene, ist in Spielen ein Level. Ein Spiel besteht daher für gewöhnlich aus mehreren Levels. Diese einzelnen Spielabschnitte bauen aufeinander auf. Höhrere Level erfordern in der Regel mehr Geschick, da sich der Schwierigkeit kontinuierlich steigert.

MMORPG

Gäbe es einen Preis für die holprigste und komplizierteste Abkürzung, würde er vermutlich an MMORPG gehen. Hinter diesem Buchstabensalat steckt die Abkürzung für: Massively Multiplayer Online Role-Playing Game. „Massive Multiplayer“ ist ein Hinweis darauf, dass sehr viele Menschen gleichzeitig an diesen Spielen teilnehmen können – und zwar „Online“.

Role Playing Games (kurz RPG) sind Rollenspiele, in denen Spieler die Rollen fiktiver Charaktere übernehmen, in soziale Interaktionen treten und Abenteuer in einer komplexen virtuellen Welt erleben. Kennzeichnend ist dabei, dass die eigene „Rolle“ eine Entwicklung durchmacht: Der gespielte Charaktere reift durch seine Erfahrungen und entwickelt so seine Fähigkeiten (das können sowohl intellektuelle Fähigkeiten sein als auch körperliche Kraft) laufend weiter.

Typisch ist die Organisation der Spielenden in Teams („Gilden“ oder „Clans“ genannt), innerhalb derer die Spielaufgaben („Quests“) gemeinsam gelöst werden. Beliebt sind dabei Fantasywelten ebenso wie Science Fiction-Szenarien. Manche MMOs sind umsonst, andere kosten monatliche Gebühren.

Das wohl bekannteste Beispiel für ein Rollenspiel, bei dem tausende Spielende eine sich verändernde Online-Welt bevölkern ist World Of Warcraft.

Serious Games

Spiele sollen vor allem eines: Spaß machen. Serious Games („Ernste Spiele“) und Educational Games (Lernspiele) wollen den Spaß des Spielens mit der Vermittlung von Bildung und Wissen verbinden. Ein begrüßenswertes Konzept, denn wer mit Spaß an der Sache dabei ist, lernt spielerisch einfach.

Simulation

Wie der Name suggeriert, haben Simulationsspiele den Anspruch, das dargestellte Thema möglichst realistisch zu simulieren. Aufgrund ihrer damit einhergehenden Komplexität erfordern Sie vom Spieler Geduld und den Willen, sich in das umfangreiche Gebiet einzuarbeiten.

Zu den vielfältigen Simulationsgenres zählen beispielsweise Fahr- und Flugsimulationen, Sportsimulationen, Militärsimulationen, Wirtschaftsimulationen oder gar ganze Lebenssimulationen wie Die Sims.

Strategiespiel

Der Name verrät es schon: Die Betonung liegt bei diesem Spielegenre auf strategischem Denken. Kennzeichnend für die Gattung ist eine langfristig angelegte Aufgabenstellung, beispielsweise der Aufbau eines Vergnügunsparks, eines Wirtschaftsimperiums oder gar einer gesamten Zivilisation.

Schritt für Schritt wird an diesem übergeordneten Ziel gearbeitet. Strategiespiele sind häufig rundenbasiert und erfordern das Vorausdenken über mehrere Spielzüge hinweg. In diesem Aspekt erinnern sie an klassische Brettspiele wie Schach.